Beim Wettnageln waren in Holzheim Präzision und Kraft von beiden Kontrahenten gefragt.Foto: Anika Recktenwald

Tradition – Johannisfeuer entfacht – Geselligkeit beim Torwandschießen und beim Wettnageln

Beim Wettnageln waren in Holzheim Präzision und Kraft von beiden Kontrahenten gefragt.Foto: Anika Recktenwald
Beim Wettnageln waren in Holzheim Präzision und Kraft von beiden Kontrahenten gefragt.
Foto: Anika Recktenwald


Von unserer Mitarbeiterin Anika Recktenwald 

Holzheim. Rund um das siebte Johannesfeuer wurde am Donnerstagabend in Holzheim gefeiert. Ähnliche Veranstaltungen werden in vielen Teilen Deutschlands und Österreichs als kirchliche Feste zur Besinnung auf Johannes den Täufer aufrechterhalten.

Vorrangig um Geselligkeit ging es aber dem MGV Holzheim bei seinem Johannesfeuer. Dieses war extra aufgrund des Spiels der deutschen Nationalmannschaft am Samstag vorverlegt worden.

Und rund um den Fußball drehte sich auch alles auf dem Holzheimer Sportplatz. Verschiedene Angebote lockten Klein und Groß aus der Reserve. Beim Torwandschießen der Kinder konnte Anteus Hallaschka den Sieg erringen, dicht gefolgt von David Münster und Martin Streim. Die kleinen Sieger erhielten Deutschlandtrikots, der erste Platz wurde zusätzlich mit einem Fußball honoriert.

Auch die Erwachsenen durften an der Torwand unter der fachkundigen Aufsicht von Helmut Jäger und Reinhold Heß ihre Kräfte messen oder sich im Wettnageln versuchen.

Für die kleinsten Besucher des Festes war allerdings die Hüpfburg wesentlich interessanter sowie die bereitgestellten Strohballen, die zu einer nicht enden wollenden Strohschlacht einluden. Mit sanfter Gewalt mussten die kleinen Kontrahenten zwischendurch von ihren Eltern zur Nahrungsaufnahme gezwungen werden.

Nahezu voll besetzt waren die bereitgestellten Bierbänke am Sportlerheim. Der MGV bot die verschiedensten Speisen. Wer es kuscheliger mochte, konnte sich zum Stockbrotgrillen ans Lagerfeuer zurückziehen.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit wurde dann auch der etwa zehn Meter hohe Scheiterhaufen aus heimischem Nadelholz von Brandmeister Gerhard Ohl entzündet. Er und seine Helfer hatten allerdings aufgrund eines kräftigen Regenschutts so manche Schwierigkeiten. Schließlich gelang das Unterfangen aber. Nach einer kräftigen Rauchwolke züngelten die Flammen nach oben, bis schließlich der gesamte Haufen in Brand stand und eine angenehme Wärme verbreitete.

Kinder und Erwachsene zeigten sich von diesem Anblick fasziniert. Mit dem Johannesfeuer will der MGV Holzheim einerseits einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Ortsgemeinschaft leisten, andererseits finanziert der Chor auf diese Weise seinen laufenden Betrieb. Ebenfalls die Mitgliederwerbung stellt immer wieder ein großes Thema für den Fortbestand des MGV dar. Mit der Resonanz am Donnerstagabend zeigte sich der Vorsitzende Werner Becker aber mehr als zufrieden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 21. Juni 2014, Seite 24

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