Die Schoppensänger aus Holzheim gastierten bei einem Konzert im Dorfgemeinschaftshaus Scheidt. Foto: Rücker

Konzert – 32 Beiträge trug der Chor im Scheidter Dorfgemeinschaftshaus vor

Die Schoppensänger aus Holzheim gastierten bei einem Konzert im Dorfgemeinschaftshaus Scheidt. Foto: Rücker
Die Schoppensänger aus Holzheim gastierten bei einem Konzert im Dorfgemeinschaftshaus Scheidt.
Foto: Rücker


Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker

Scheidt. Es war ein Mammutprogramm, das die zwölf Holzheimer Schoppensänger den Besuchern im Scheidter Dorfgemeinschaftshaus boten. „Musik ist Lebensfreude“, so lautete das Motto ihres Konzerts, und es ist ihnen gelungen, den Pegel der Lebensfreude gewaltig in die Höhe zu treiben. Dadurch wurden sie mit spontanem Zwischenbeifall belohnt.

Schweißperlen auf der Stirn

Eigentlich waren sie an ihrer Leistungsgrenze angelangt, doch sie ließen es sich nicht anmerken. Genau 32 Lieder, darunter einige längere Potpourris, trieben den Sängern die Schweißperlen auf die Stirn – eine gewaltige Leistung, die ihre Fans zu schätzen wussten. Schon sehr früh begann der Run auf die Eintrittskarten, und an der Abendkasse herrschte auch noch ein reger Betrieb. Das Stuhllager musste kurz vor Beginn des Konzerts geplündert werden. Ortsbürgermeister Hans-Wilhelm Lippert, der das Konzert unterstützte, strahlte nicht ohne Grund.

Der etwas ungewöhnliche Chor von der Aar erlaubt es sich, sein gepflegtes Liedgut stimmungsvoll, volltönend sowie ausnahmslos in deutscher Sprache darzubieten. Dass die Schoppensänger so großen Zuspruch haben, liegt nicht nur an der besonnenen Auswahl ihrer Chorliteratur. Nein, es sind auch die vielen Solisten, die mit ihrem herrlichen Gesang begeistern. Dabei handelt es sich nicht nur um Frank Bapst, den Vorsitzenden der Truppe, der mit seiner unverfälschten natürlichen Stimmlage des ersten Tenors bejubelt wird.

Auch Tenor Gerhard Kraus, ehemaliger Mainzer Hofsänger, ist immer wieder für seine vielgestaltige Sangesleistung zu bewundern. Axel Dietrich, fast noch neu bei den Schoppensängern, kann nicht nur singen: Er zeigte auch, passend zu den Liedthemen, eine Bilderschau. Eugen Schüttler, Geschäftsführer der Sänger, punktet mit seinen Erfahrungen im Management. Der erste Bass Rainer Thielmann wiederum ist auch als Alleinunterhalter ein gefragter Mann. Wilhelm Weimar singt mit Leidenschaft. Klaus Dieter Zorn kommt zu jeder Probe extra von Köln nach Holzheim.

Bellattacke beim „Bernhardiner“

Rudi Nauheim ist der Älteste der Truppe. Wolfgang Fischer, zweiter Bass und Gründungsmitglied, hat eine besondere Solostärke: die friedliche Bell-Attacke bei dem Lied „Unser Bernhardiner“. Günter Wendt und Jürgen Dechent glänzen mit ihren tiefen Bässen. Bleibt noch der immer freundliche, aus Böhmen stammende Chorleiter Roland Röhlich zu erwähnen. Mit dem Akkordeon fest verbandelt, findet er immer die richtige Szeneneinstellung zu den quirligen Programmpunkten. Mit Evergreens, Wiener Schmäh-, Seemanns- und Weinliedern und andren lustigen Liedbeiträgen versetzten die Holzheimer Schoppensänger ihre Zuhörer schnell in Bestlaune.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 1. Juli 2014, Seite 22

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