Bürger packten bei Vorbereitungen für Pflasterarbeiten mit an

Holzheim

Quelle: Holzheim

Initiative Aktion auf dem Holzheimer Friedhof – Weitere Helfer für den nächsten Einsatz am kommenden Samstag gesucht

Holzheim. In Holzheim haben Bürger gezeigt, was in Eigeninitiative geschultert werden kann. Viele von ihnen packten bei den Vorbereitungen für Pflasterarbeiten auf dem Friedhof kräftig mit an und sorgten dafür, dass das Vorhaben ein gutes Stück vorangekommen ist. Der Eingangsbereich von der Bergstraße her und die gesamte Fläche vor der Friedhofshalle werden von Holzheimer Bürgern in Eigenleistung komplett gepflastert. Dadurch soll erreicht werden, dass Besucher problemloser als bislang die Ruhestätten etwa mit einem Rollator oder Rollstuhl erreichen können.

Auf den vorhandenen Kieswegen war das eher beschwerlich, aber das wird sich nun wesentlich verbessern. Alle erforderlichen Arbeiten werden in Eigenleistung erbracht und die benötigten Gerätschaften werden von Firmen aus dem heimischen Bereich zur Verfügung gestellt. Auch die Holzheimen Landwirte waren mit im Einsatz. Dafür hat ihnen Ortsbürgermeister Werner Dittmar einen besonderen Dank ausgesprochen.

Bearbeitet wird zurzeit eine Fläche von circa 300 Quadratmetern Größe. Die Erdarbeiten sind erledigt, die Randsteine gesetzt, das Unterbaumaterial ist soweit eingebaut. Groß und Klein haben im wahrsten Sinne des Wortes mitgeholfen, denn es waren Helfer im Alter von 4 bis 72 Jahren im Einsatz.

Das Material, das für die Maßnahme auf dem Friedhof eingesetzt wird, hat ein Kostenvolumen von rund 8000 Euro. Am kommenden Samstag, 18. Juni, stehen die Pflasterarbeiten an, wofür noch weitere helfende Hände benötigt werden. Werner Dittmar appelliert an die Holzheimer Mitbürger, sich zu beteiligen.

Interessierte können sich bei Ortsbürgermeister Werner Dittmar, Telefon 06432/1341, melden.

Holzheim wird immer sauberer

Umwelttag Helfer fanden nicht mehr viel Unrat

Holzheim. „Die Menschen sind umweltbewusster geworden“, stellte der Beigeordnete der Gemeinde Holzheim, Karl-August Meyer, am Ende des Umwelttages erfreut fest. Zu dem Großreinemachen hatte die Gemeinde Holzheim alle Vereine und auch Privatpersonen eingeladen. Dem Aufruf waren die Jugendfeuerwehr Holzheim, der Verein Ardeck-Burgfestspiele und der Obst- und Gartenbauverein gefolgt. Zum Bedauern der Organisatoren haben sich in diesem Jahr keine Privatpersonen am Umwelttag beteiligt.

Die überschaubare Anzahl an Helfern hatte nicht viel Müll einzusammeln. Der Unrat habe in den letzten Jahren immer mehr abgenommen, sagte Meyer rückblickend – eine Tatsache, die die Gemeindespitze sehr erfreut. Gereinigt wurden die Feldwege in Holzheim, die Radwege bis zur Gemarkung Flacht und zur Gemarkung Freiendiez, das Areal an Burg Ardeck sowie die Feldwege der Gemarkung Holzheim. Auf dem Parkplatz am Fischweiher lag fast ein Dutzend Lkw-Reifen. „Das ist illegale Müllentsorgung im großen Stil“, betonte Bürgermeister Werner Dittmar. Die Verfolgung der Täter sei Angelegenheit des Kreises, da es sich hierbei um eine Straftat handele und nicht nur um eine Ordnungswidrigkeit. mn

© RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 12. April 2016, Seite 18

Schnelles Internet bald für Diez und Holzheim verfügbar

Diez/Holzheim. Für die Bürgerinnen und Bürger steht nahezu flächendeckend in Diez und in Holzheim ein Breitbandausbau der Telekom an. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2016 vorgesehen. Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) werden dann zur Verfügung stehen.

Das neue Netz ist dort dann so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Außerdem bieten die neuen Anschlüsse noch einen deutlichen Vorteil beim Heraufladen von Daten. Bis zu 40 MBit/s sind möglich. Ein Mehrfaches von dem, was ein Kabelnetzanschluss in der Regel bietet.

Vom Ausbau der von der Telekom für den sogenannten Eigenausbau ausgewählten Gebiete in Diez und in Holzheim profitieren rund 4200 Haushalte. Die Telekom wird im Ausbaugebiet viele Kilometer neues Glasfaser und circa 22 neue Multifunktionsgehäuse aufbauen.

„Das Warten hat sich gelohnt. Die schnellen Internetanschlüsse sind noch dieses Jahr buchbar“, sagt David Schmidt vom Infrastrukturvertrieb der Telekom Deutschland. „Wir freuen uns, dass die Bauarbeiten so zeitnah beginnen werden, so dass die schnellen Internetanschlüsse in den von der Telekom bestimmten und finanzierten Gebieten noch dieses Jahr zur Verfügung stehen werden – insbesondere im Industrie- und Gewerbegebiet Diez“, so Michael Schnatz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Diez.

Die schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein in die Haushalte. Die Bürgerinnen und Bürger müssen selbst aktiv werden. Zur Beratung steht ihnen unter anderem das Vertriebsteam in einem der Telekom Shops mit Rat und Tat zur Seite (Bahnhofstraße 6, Limburg, oder der R+L Telekommunikation im Globus-Einkaufscenter, Mundipharmastraße, Limburg).

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Verbandsgemeindeverwaltung: www.vgdiez.de, Rubrik Aktuelles: „Breitbandversorgung“.

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Limburgerin ist Lesekönigin in Holzheim

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Bücherei-Team, Bürgermeister und die fleißigen Leser formierten sich im Sitzungssaal der Gemeinde zum Erinnerungsfoto.

Holzheim. Die siebenjährige Samantha Appelt aus Limburg wurde zum zweiten Mal in Folge Lesekönigin der Holzheimer Gemeindebücherei. Wie jedes Jahr ehrte die Gemeindebücherei fleißige Leser. Die Idee, solch einen Titel zu vergeben, besitzt in der Holzheimer Einrichtung eine langjährige Tradition. Und seit nunmehr vier Jahren zeichnen die Damen um Leiterin Birgit Neuhaus nicht nur einmal aus, sondern ehren die fleißigsten Leser in drei Alterskategorien.

Und das Büchereiteam machte die Sache spannend. Bevor es zur Kürung und Auszeichnung der Platzierten kam, wurden die beeindruckenden Zahlen Bücherei-Statistik des vergangenen Jahres verkündet.

Erst danach erhielt die siebenjährige Samantha Appelt aus Limburg ihre Krone als Lesekönigin des Jahres 2015. Sie hatte insgesamt 373 Medien ausgeliehen und erreichte damit fast ihre Ausleihzahl vom Jahr zuvor. Da war Samantha mit 377 Medien ebenfalls Königin geworden.

Dass die Bücherei der Aargemeinde etwas Besonderes darstellt, wie es auch Ortsbürgermeister Werner Dittmar in seinen Grußworten herausstellte, belegen die Zahlen der verlesenen Statistik. Insgesamt 337 aktive Leser liehen 14 166 Medien aus. 42 341 Besucher wurden gezählt, die aus einem Gesamtbestand von 7058 Medien wählen konnten (allein Kinder- und Jugendbücher mit 3093 Medien). Im Angebot befinden sich zudem 882 Sachbücher, 1764 Romane, rund 139 Zeitschriften und 1180 DVDs und Hörbücher. Angesichts dieser Zahlen und Leistungen war es Dittmar ein dringendes Bedürfnis, dem gesamten Team für die Arbeit zu danken.

„Die Bücherei ist ein wichtiger kultureller Bestandteil in der Gemeinde und auch ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Hier wird sich ausgetauscht über Bücher und andere Neuigkeiten.“Viele Veranstaltungen wurden ausgerichtet, darunter unter anderem eine Kräuterwanderung, einen Homöopathie-Abend für Erwachsene, eine Kasperle-Veranstaltung und eine Veranstaltung mit Pferden für Kinder. „Und auch für dieses Jahr werden wir uns wieder etwas Besonderes einfallen lassen“, war vom Bücherei-Team zu vernehmen.

Fleißige Leser in den Kategorien:

Kindergartenkinder: Lukas Thöne (fünf Jahre, Limburg) 254 Medien; Mia Sophie Fetter (5 Jahre, Holzheim) 146 Medien; Kaya Gerke (4 Jahre, Holzheim) 139 Medien. Grundschulkinder:Samantha Appelt (sieben Jahre, Limburg) 373 Medien; Elina Stohr (acht Jahre, Limburg) 211 Medien; Swantje Bitterling (zehn Jahre, Linter) 186 Medien. Jugendliche: Fenja Streim (13 Jahre, Holzheim) 183 Medien; Jana Thönges (13 Jahre, Linter) 182 Medien; Adrian Thönges (16, Linter) 114 Medien.

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Osterwanderung mit Obstbauverein

Holzheim. Der Obst- und Gartenbauverein Holzheim lädt alle Mitglieder und Freunde mit ihren Familien für Karfreitag, den 25. März, um 13.30 Uhr an der Ardeckhalle zu einer Osterwanderung ein. Die Gehzeit beträgt voraussichtlich zwei Stunden, zum Abschluss gibt es ab 15.30 Uhr in der Ardeckhalle Kaffee und Kuchen. Wer einen Kuchen backen möchte, melde sich bitte bei Brigitte Weiss, Telefon:  (0 64 32) 16 60, oder Rosi Meyer, Telefon:  (0 64 32) 17 82.

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Kaffee, Klatsch und Kuchen in der Bücherei

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Es war spannend als Gudrun Waldforst beim Kamishibai-Bilderbuchtheater von kleinen und großen Bären berichtete.


Holzheim. In den letzten neun Monaten hat die Gemeindebücherei der Aargemeinde Holzheim ihre Räumlichkeiten grundsaniert und nutzte einen „Tag der offenen Tür“, um die Ergebnisse dieser ehrenamtlich geleisteten Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Unter dem Motto „Kaffee, Klatsch und Kuchen“, das der aktuellen Themen-Kiste aus dem Bestand der Landesbibliothek Koblenz entstammt, fanden sich kleine wie große Besucher im Rathaus, wo die Bücherei untergebracht ist, ein.

Bei der Begrüßung standen drei erwachsene Personen im Vordergrund. Monika Mittag, Gerhard Ohl und Rainer Stahl waren in vielen Stunden Fleißarbeit damit beschäftigt, die Bücherei zu modernisieren und die Räume mit neuen Farbanstrichen in ein helles und freundliches Ambiente zu tauchen. Dafür wurde ihnen im Namen der Büchereileitung gedankt. Ebenso erfuhren bei dieser Gelegenheit zahlreiche Holzheimer Menschen, Firmen und Vereine ein Dankeswort, die die Bücherei immer wieder bei ihren diversen Aktionen und Veranstaltungen „unter die Arme greifen“.

Die Bücherei verfügte zum Jahreswechsel über einen Bestand von 7000 Medien. Davon wurden im vergangenen Jahr von 337 aktiven Lesern 14 166 Mal Medien entliehen. Zudem bietet die Bücherei im Jahresverlauf Bastelaktionen, Kasperl-Theater, Geschichtenkoffer, Kamishibai-Bilderbuchtheater sowie Veranstaltungen für Bücher-Minis (bis zwei Jahre), Lesezwerge (vier bis sechs Jahre) und die Wackelzahnbande (fünf bis zehn Jahre) an.

Soviel Angebot verlangt jedoch auch großen Einsatz. Acht Frauen und ein junger Mann kümmern sich aktuell um die Medien und die Angebote. Wenn das Niveau jedoch gehalten werden soll, benötigt das Team um Birgit Neuhaus dringend weitere Unterstützung im Bereich der Ausleihe, der Öffentlichkeitsarbeit, beim Bücherfolieren bzw. -cellophanieren oder beim Basteln und Theaterspielen mit den Kindern.

Am Sonntag wurde aber vor allem Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, und die Kinder hatten beim Bilderbuchtheater (Kamishibai) mit Gudrun Waldforst großen Spaß.

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Kalkwerk scheidet als Nutzer aus – Handicaps für die Aartalbahn

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Symbolbild


Limburg/Diez/Hahnstätten. Die Bahn würde nur wenige Meter von seinem Haus entlang fahren. „Aber das macht nichts. Als wir 1979 in das Haus zogen, da fuhr die Bahn noch, und es hat uns nichts ausgemacht“, sagt Bernd Felten aus Holzheim. Die Reaktivierung der Aartalbahn („Neue Chancen für die Aartalbahn“, NNP vom 25. Januar) zwischen Diez und Hahnstätten beziehungsweise Zollhaus sei ein Unding. Viel zu teuer und vor allem stellt sich für Felten die Frage, wer damit fährt.

2015 war mal angepeilt für einen Schienenverkehr, doch Züge verkehren nach wie vor nicht. Wer einmal mit ihnen fahren soll, ist zumindest von der Planung her klar. Die Schülerinnen und Schüler, die aus dem Aartal kommend weiterführende Schulen in Diez besuchen. Doch wer sonst noch? „Es wird keine weiteren Fahrgäste geben“, sagt Bernd Felten. Und deshalb habe es auch nie eine Bedarfsermittlung gegeben.

Bus ist besser

Wer in den Dörfern links und rechts des Aartals wohne, der komme ohne Auto nicht aus. Und wenn es kein eigenes Fahrzeuge gebe, dann sei der Bus die deutlich bessere Alternative. Der Bus fahre die Orte an, biete ein viel engeres Netz an Haltestellen und ermögliche auch in Diez ein Aussteigen nahe der Reiseziele. Wer jedoch mit der Aartalbahn fahren werde, der habe nur die Möglichkeit, am Bahnhof auszusteigen – ein ganzes Stück weg von der Innenstadt.

„In der Diskussion wird immer so getan, als würde die Aartalbahn nach Limburg fahren. Das macht sie aber nicht. Wer nach Limburg will, muss in Diez umsteigen.“ Und der Umstieg werde nicht einfach, denn von Barrierefreiheit sei der Diezer Bahnhof noch weit entfernt.

Die von Bernd Felten und seinem Freund Alexander Ettlich initiierte und betriebene Interessengruppe gegen die Reaktivierung der Bahn hat rund 50 Teilnehmer. Felten und Ettlich haben durch ihre Initiative beim Landesrechungshof erreicht, dass die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) aus dem Jahr 2012 einkassiert worden ist.

Etwas über sechs Millionen Euro standen dort als Investitionskosten für die Reaktivierung der Aartalbahn drin. „Viel zu wenig“, so Felten. Und die Zweifler scheinen recht zu haben. Von 19 Millionen Euro ist jetzt die Rede, wie Staatssekretär Randolf Stich beim Neujahrsempfang der Aar-SPD bekannt gab. Die Zahl stammt aus der neu erarbeiteten NKU, die offiziell noch nicht vorliegt.

Die NKU war vom Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur in Auftrag gegeben worden. Von dort gibt es von Joachim Winkler die Bestätigung, dass die Kostenermittlung für die Reaktivierung der Trasse die Summe von 19 Millionen Euro ergeben habe. Die komplette NKU werde in den nächsten Wochen erwartet.

Felten ist gespannt auf die neue Untersuchung und wird sich ihr mit Hingabe widmen. Er ist gespannt darauf, mit welchem Nutzen-Kosten-Quotienten die Untersuchung aufwartet. Mit Investitionskosten in Höhe von sechs Millionen Euro kam die Untersuchung von 2012 auf einen Quotienten von 1,31 und damit auf ein volkswirtschaftlich sinnvolles Verhältnis. Volkswirtschaftlich sinnvoll wird es bei Werten von 1,0 und größer.

Anhänger der Reaktivierung bringen stets auch die Nutzung der Aartalbahn zum Gütertransport ins Spiel. Die aktuelle NKU bezieht nur den Personenverkehr ein, macht Jan-Olaf Heiland vom SPNV Nord mit Sitz in Koblenz deutlich. Theoretisch sei die Strecke auch mit Gütern zu befahren, doch das erfordere zumindest noch Änderungen der Signaltechnik.

Schaefer-Kalk

Entlang der Strecke gibt es nur einen Kandidaten für Gütertransport: Schaefer-Kalk. Doch kurz- oder mittelfristig ist nicht an einen Gütertransport auf der Schiene gedacht, sagt Dr. Kai Schaefer. Das Unternehmen werde sich für einen Erhalt der Trasse aussprechen, um den Schienenweg zu erhalten. Aber von Hahnstätten aus sei eine Nutzung des Schienenweges aktuell kein Thema. Zum Einen gebe es keine Möglichkeit, Waggons zu beladen, zum Anderen haben die Kunden nicht die Infrastruktur, um auf dem Schienenweg beliefert zu werden. Im Werk Steeden gibt es einen Schienenanschluss. Für den Steedener Kalk gibt es mit der BASF auch einen Großkunden, der per Bahn beliefert werden will. Für den „Werkverkehr“ zwischen Steeden und Hahnstätten scheidet nach Angaben von Schaefer die Schiene aus.

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Neuer Krankenwagen für Rambura – Holzheimer Hilfe geht weiter

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Heike Daume, Leiterin des Koordinationsbüros Rheinland-Pfalz/Ruanda in Kigali, Arno Dietrich, Schatzmeister der „Ruanda Stiftung – Helmut Weimar“, Theoneste Uwanzwenuwe, Bürgermeister (Landrat) des Bezirks Nyabihu, Helmut Weimar, Vorsitzender der Ruanda-Stiftung, Harald Welz, Kuratoriumsmitglied der Stiftung, Dr. Theoneste Rubanzabigwi, Distriktarzt des Distrikts Nyabihu, Immaculee Mukeshimana, Leiterin des Gesundheitszentrums Birembo. Im Auto Thomas Gasana, Ortsvorsteher des Sektors Rambura.


Holzheim. Die Spenden haben sich gelohnt. Vergangene Woche konnte bei einem viertägigen Besuch durch fünf Mitglieder der Holzheimer „Ruanda-Stiftung Helmut Weimar“ der langersehnte Krankentransportwagen an das Gesundheitszentrum Birembo übergeben werden. Besonders die feierliche Übergabe der örtlichen Primarschule im Partnerschaftssektor Rambura war für alle Anwesenden sicherlich ein lange in Erinnerung bleibender und bewegender Moment. So standen die rund 1000 Schülerinnen und Schüler der Primarschule zur Begrüßung des warmherzig empfangenen Besuchs Hunderte Meter weit Spalier entlang des Weges zu ihrer Schule.

Die umfassenden Renovierungsarbeiten rund um den Neubau einer Toilettenanlage wurden Mitte Februar 2016 abgeschlossen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 29 225 Euro und wurden durch beachtliche 12 000 Euro aus Spendenmitteln der „Helmut-Weimar-Stiftung“ sowie eine Landeszuwendung von 17 225 Euro ermöglicht. Der besondere Bezug zu dieser Primarschule in Rambura, die bereits 1990 als das erste Schulprojekt mit Holzheimer Hilfe elektrifiziert wurde, trug dabei sicherlich zur gelungenen Atmosphäre der Übergabe bei.

Ein langer Weg

Doch auch der Krankentransportwagen hatte durch die Überführung nach zweimonatiger Schiffsreise von Gibraltar durchs Mittelmeer, anschließend durch den Suezkanal weiter nach Dar-es-Salaam und dann auf dem Landweg durch Tansania einen weiten Weg hinter sich gelassen und wurde beeindruckend empfangen.

Rund 2000 Einwohner hatten sich auf dem Fußballplatz des WFC Rambura unter jubelndem Applaus versammelt, um unter den Klängen der ruandischen und der deutschen Nationalhymne der symbolischen Schlüsselübergabe an die Leiterin des Gesundheitszentrums Birembos, Immaculee Mukeshimana, und den übergeordneten Distriktarzt Dr. Theoneste Rubanzabigw beizuwohnen.

Als Folgestationen standen die Besuche der weiteren Projekte der Stiftung auf dem Reiseplan. Im Berufsausbildungszentrum Kibehekane, in dem zurzeit 800 Jugendliche in technischen Berufen wie zum Beispiel Autoschlosser, Schweißer, Installateur und Solartechniker sowie auch Maurer ausgebildet werden, war der Schulleiter Alexis besonders stolz darauf, verkünden zu können, dass sein Ausbildungszentrum nunmehr zu den besten Berufsausbildungseinrichtungen Ruandas zähle. Man habe den ersten Platz im Landeswettbewerb errungen. Anschließend folgte der Besuch der Baumschule, die mit Gründung einer Kooperative von vier Baumschularbeitern eigenständig weitergeführt werden soll, sowie des insbesondere von Dr. Theo Zwanziger unterstützten Frauenfußballkubs Rambura WFC. Hier herrsche mit den rund 30 Stammspielerinnen ein unglaubliches Potenzial, welches sich hoffentlich nicht zuletzt auch in der anstehenden Meisterschaftsrunde der ersten Nationalliga zeigen wird. Bei der einseitigen Partie vor etwa 1000 Zuschauern zumindest ging der Rambura WFC am Ende mit einem 8:0-Ergebnis vom Platz.

Es folgte der Besuch einer Eliteschule mit Internat für rund 500 Mädchen. Hier wurden die Besucher mit einer selbst gestalteten Tanz- und Modenschau begeistert.

Freude und Betroffenheit

Dennoch liegen Freude über bereits Bewirktes und neu aufkeimende Betroffenheit oft sehr nah beieinander. So erfuhren die Mitglieder der Helmut-Weimar-Stiftung im Rahmen ihres Besuches vom desaströsen Zustand der Ntarama Primarschule. Dort würden derzeit 1453 Schülerinnen und Schüler unter teils schwer gesundheitsschädigenden und menschenunwürdigen Verhältnissen unterrichtet, berichtet die Ruanda-Stiftung. Die Unterrichtsräume, bestehend aus dunklen Lehmhütten mit regendurchlässigen Blechdächern, drohten nach Aussage der Schulleiterin bei Stark-regen oder -winden sogar einzustürzen.

Dieser der Helmut-Weimar-Stiftung bisher nicht bekannte Zustand ließ ihren Stiftungsgründer und Vorsitzenden eine direkte Kostenermittlung durch die Bauabteilung des Koordinationsbüros Kigali veranlassen, um auch der letzten von neun Primarschulen in Rambura schnellstmöglich Hilfe gewähren zu können.

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Landrat lobt Absolventen der „Grünen Berufe“

Abschluss – 15 Auszubildende haben Abschluss geschafft

Rhein-Lahn. Rund 700 junge Menschen haben in Rheinland-Pfalz eine Ausbildung in den sogenannten Grünen Berufen erfolgreich abgeschlossen, darunter auch 15 aus dem Rhein-Lahn-Kreis. Landrat Frank Puchtler nahm vor wenigen Tagen an der Abschlussfeier der Landwirtschaftskammer in Polch teil und gratulierte den jungen Leuten persönlich.

„Die ,Grünen Berufe‘ bilden ein Rückgrat unserer Wirtschaft, und es ist sehr erfreulich, dass junge Menschen sich dafür begeistern und ihre Ausbildung in diesen interessanten und vielseitigen Berufen machen“, sagte Puchtler.

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