Kinder in Ruanda freuen sich über neue Schule

Holzheim/Rambura. Während Kinder hierzulande zurzeit fröhlich Fastnacht feiern, freuen sich die Schüler und Lehrer der Primarschule Ntarama im Holzheimer Partnerschaftssektor Rambura über die Fertigstellung und Inbetriebnahme eines Schulgebäudes im Rahmen des ersten Bauabschnitts. Nach Abriss und Entsorgung der maroden, dunklen, gesundheitsschädigenden Lehmbauten durch die Eltern wurde im Oktober 2016 mit dem Neubau des ersten Schulgebäudes begonnen, das nach vier Monaten Bauzeit schon Anfang Februar in Betrieb genommen werden konnte.

Der erste Teil dieser Baumaßnahme umfasste dieses Gebäude und den Bau eines neuen Toilettenblocks mit zehn Kabinen, gebaut nach aktuellen, hygienischen Regierungsvorgaben sowie Installation von Regenwasserzisternen. Die Baukosten betrugen insgesamt 53 645 Euro. Die Zuwendung des Landes Rheinland- Pfalz betrug 42 915 Euro und der Beitrag der Ruanda-Stiftung Helmut Weimar 10 730 Euro. Um in diesem unwegsamen Berggelände mit einer Baustelleneinrichtung auskommen zu können, wurde zwischenzeitlich bereits mit dem zweiten Bauabschnittbegonnen. Es entsteht ein zweites großes Schulgebäude. Die Kosten in Höhe 36 175 Euro werden überwiegend durch die Fly&Help-Stiftung Reiner Meutsch mit 30 000 Euro finanziert. Die Restfinanzierung in Höhe von 6175 Euro erfolgte auch hier durch die Ruanda-Stiftung Helmut Weimar und setzt sich zusammen aus bundesweiten Spenden und Veranstaltungserlösen. So hat zum Bespiel ein befreundetes Ehepaaraus der Holzheimer Partnergemeinde Mönkeberg bei seiner Goldenen Hochzeit auf Geschenke verzichtet und 800 Euro gespendet. Mit diesem Großprojekt wird nun auch diesen fast 1600 Kindern der Wunsch erfüllt, bei ordentlichen Rahmenbedingungen und in lichtüberfluteten Klassenräumen lernen zu können. Die Kinder besuchen gern die Schule und nehmen dafür täglich oft kilometerlange Fußwege in Kauf. Die Schule bietet ihnen in ihrem jungen Leben neben Bildung und damit einer Zukunft auch eine willkommene Abwechslung.

Im Laufe der fast 30-jährigen kommunalen Partnerschaft hat Holzheim in Rambura schon viele Schulen gebaut, denn in dem 28 000 Einwohner zählenden Partnerschaftssektor leben insgesamt 8000 Primarschüler, denen, wenn notwendig, geholfen wurde. Trotz langjähriger Erfahrung ist Helmut Weimar immer erstaunt über die schnelle und saubere Bauausführung ohne großen Aufwand. Auch die Baukosten entsprechen stets den Kostenvoranschlägen. „Dies ist insbesondere ein Verdienst der Bauabteilung des Partnerschaftsbüros Rheinland-Pfalz/Ruanda, das auch in diesem Fall durch ständige Baustellenbesuche und Kontrollen hervorragende Arbeit geleistet hat“, sagt Helmut Weimar. Die Endabrechnung sei bis ins Detail auch für Holzheim nachprüfbar.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 25. Februar 2017, Seite 14 (0 Views)

Wechsel im Leitungsteam der Bücherei


Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde zeichnete das Team der Bücherei Holzheim die fleißigsten Leser des Jahres 2016 aus. Foto: Uli Pohl

Bildung Birgit Neuhaus verlässt die Bibliothek im Holzheimer Rathaus – Beeindruckende Statistik für das Jahr 2016

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Holzheim. Abschied nehmen hieß es für Birgit Neuhaus bei der Ehrung der fleißigsten Leser der Gemeindebücherei Holzheim. Neun Jahre zählte sie zum Leitungsteam der Bücherei und muss dieses jetzt aus beruflichen Gründen schweren Herzens verlassen. Mit ihr zieht sich nach 34 Jahren Ehrenamt in der Bücherei auch Christel Schulz aus dem Mitarbeiterteam zurück. „Christel Schulz gehört quasi zum Inventar“, wie Ortsbürgermeister Werner Dittmar bei der Verabschiedung der beiden im Rahmen der Leserehrung betonte.

Dittmar hob erneut die Bedeutung der Bücherei für die Gemeinde Holzheim und die ehrenamtliche Tätigkeit aller Beteiligten hervor. Er dankte dem Team und appellierte an die Eltern und Jugendlichen, bei den zahlreichen Veranstaltungen der Bücherei mit anzupacken, damit diese auch weiterhin angeboten werden können.

Für Birgit Neuhaus rückt nun neben Ulrike Witte-Buschmann Monika Mittag in das Leitungsteam nach. Auch Neuhaus richtete einen Appell an die Eltern: „Damit alles möglich bleibt, ist das Büchereiteam auf Hilfe angewiesen.“ Birgit Neuhaus lagen vor allem die Kinderveranstaltungen am Herzen. Sie stehe zwar weiter beratend zur Seite, doch wer gern vorlese oder mit anderen bastle, sei willkommen. Denkbar seien auch mehrere Teamer, die sich die Veranstaltungen aufteilen oder zusammen anbieten. „Auch diejenigen, die bei der Ausleihe mithelfen möchten, können sich melden. Das Team braucht dringend Verstärkung und Entlastung. Die Bücherei ist wichtiger kultureller Bestandteil in Holzheim und ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt“, sagte Neuhaus. Mit gutem Beispiel ging bereits Regina Appel aus Limburg voran. Als regelmäßige Besucherin unterstützt sie nun das Team in der Ausleihe. Dass die Bücherei ein wichtiger und stark frequentierter Bestandteil von Holzheim ist, belegt die Statistik für 2016: 11 169 Medien wurden entliehen, 287 aktive Leser nutzten das vielseitige Angebot und 3997 Besucher gingen ein und aus. 28 Veranstaltungen wurden durchgeführt, darunter die Abschlussparty zum Lesesommer, Aktionsnachmittage für Kinder, ein lebendiger Adventskalender oder ein Bücherflohmarkt. Die umfangreiche Ausleih- und Veranstaltungsarbeit der Bücherei erfolgt ausschließlich ehrenamtlich und wird zurzeit von einem Team von acht Mitarbeiterinnen und einem Jugendlichen geleistet. Zum Jahreswechsel verfügte die Bücherei über einen Bestand von 7260 Medien, darunter 879 Sachbücher, 1838 Romane, 3219 Kinder- und Jugendbücher, 155 Zeitschriftenhefte und 1169 DVDs und Hörbücher auf CD. 457 Medien wurden neu eingearbeitet, 275 Medien wurden zerlesen aussortiert.

Birgit Neuhaus dankte abschließend vor allem der Ortsgemeinde, die 1900 Euro für die Bücherei zur Verfügung stellte: „Ohne den Rückhalt durch die Gemeinde könnten wir nicht so aktuell sein, könnten wir nicht existieren.“

Am Donnerstag, 2. März, 16 Uhr, liest die heimische Autorin Stephanie Gessner in der Bücherei aus ihrem gerade erschienen zweiten Band „Lil April – Eine Katastrophe jagt die nächste“. Der Eintritt kostet 2 Euro. Anmeldungen bitte in der Bücherei, per Telefon unter 06432/936 651 oder per E-Mail an buecherei@holzheim.net

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 11. Februar 2017, Seite 14 (0 Views)

Aartalbahn: Vorbereitung für Inbetriebnahme auf Eis

aartalbahn

Aartal. Die kürzlich in Trier vorgestellten Planungen für die Reaktivierung der Weststrecke der Lahn-Eifel-Bahn geben einen realistischen Hinweis auf den Zeitbedarf bis zu einer Betriebsaufnahme. Obwohl dort alle Vorarbeiten weitgehend abgeschlossen sind, werden die ersten Züge erst Ende 2020 rollen. Doch so weit ist man im Aartal noch nicht, und der Zeitpunkt, wann die Züge der Lahn-Eifel-Bahn erstmals Hahnstätten erreichen, noch völlig offen.

Die inzwischen vierte Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) mit einem positiven Ergebnis für eine Reaktivierung der Aartalbahn war bereits im Sommer die Grundlage für eine Entscheidung des für den Schienen-Personen-Nahverkehrs im nördlichen Rheinland-Pfalz zuständigen Zweckverbands. Dieser hatte gemäß seiner Tagesordnung einstimmig entschieden, dass eine Reaktivierung zwischen Diez und Hahnstätten erfolgen soll. Verzichtet wurde auf die Reaktivierung des rund 1,7 Kilometer längeren Abschnitts bis nach Zollhaus, da man nicht auf den Haltepunkt an der Hohen Straße in Freiendiez verzichten und einen stabilen Stundentakt ermöglichen wollte. Für den Endpunkt in Hahnstätten sprach auch der höhere Nutzen-Kosten-Faktor von 1,79 gegenüber 1,34 beim Endpunkt in Zollhaus. Doch bis heute konnte das beauftragte Planungsbüro PTV aus Karlsruhe die nach einem standardisierten Verfahren erstellte Untersuchung nicht der Öffentlichkeit vorstellen und Fragen von Bürgern und der regionalen Politik beantworten. Stattdessen wurden die NKU und die dafür erhobenen Daten von der Eisenbahnabteilung, die nach der jüngsten Landtagswahl aus dem Innen- und Infrastrukturministerium wieder in das Wirtschaftsministerium rückgegliedert wurde, dem Landesrechnungshof (LRH) in Speyer übergeben. Ein dort erstellter mehrseitiger Fragenkatalog zur NKU wird derzeit von den jeweils zuständigen Stellen beantwortet und soll bis Ende November dem Ministerium zur anschließenden Weitergabe an den LRH vorgelegt werden. Noch ist unklar, ob der Landesrechnungshof ergänzende Überprüfungen durch zusätzliche Planungsbüros vornehmen lässt und zu welchem Zeitpunkt eine abschließende Beurteilung vorliegt.

Ein weiteres Reaktivierungsprojekt in Rheinland-Pfalz geht mit deutlich weniger Problemen voran. Für die beabsichtigte Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der nur von Güterzügen genutzten Weststrecke in Trier fand Mitte September im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung eine ausführliche Bürgerinformation statt. Auf der 1983 für den Personenverkehr stillgelegten, rund 14 Kilometer langen zweigleisigen Strecke, sollen fünf Stationen, zwei Brücken und rund 2,1 Kilometer Gleise neu entstehen. Die Kosten für die Maßnahme werden auf rund 45 Millionen Euro geschätzt. Wenn Ende dieses Jahres die Entwurfsplanung abgeschlossen wird, soll das Planfeststellungsverfahren bis Ende 2018 erfolgen. Bei einem Baubeginn Anfang 2019 wird mit der Inbetriebnahme Ende 2020 gerechnet.

Der Verbandsdirektor des Zweckverbands SPNV-Nord, Thomas Geyer, erläuterte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es ein mit Trier „vergleichbares Prozedere“ auch für die Reaktivierung der Aartalbahn geben wird und zwar „zeitnah vor der offiziellen Einleitung des Planfeststellungsverfahrens“. Ein Termin könne jedoch noch nicht festgelegt werden, so Geyer, da aktuell „vor dem Hintergrund der Prüfung der NKU durch den Landesrechnungshof alle Vorbereitungen auf Eis liegen“.

Für die Aartalbahn bedeutet dies weitere Verzögerungen, denn zunächst müsste einem Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen (EIU) der Zuschlag erteilt werden. In einem europaweit vom Zweckverband SPNV-Nord durchgeführten Verfahren hatten sich mehrere EIU beworben, eine Vergabe ist bis heute nicht erfolgt. Das im Auftrag der Verbandsgemeinden Diez und Hahnstätten für die Herrichtung und den Betrieb der Aartalbahn verantwortliche Unternehmen muss die Entwurfsplanungen für das Planfeststellungsverfahren vorbereiten und einreichen. Während das Land für die Trierer Strecke die erforderlichen Planungsvereinbarungen mit DB Netz und DB Station & Service unterzeichnet hat und daher die Unterlagen in Kürze eingereicht werden können, fehlen diese Vereinbarungen für den Anschluss der Aartalbahn an den Bahnhof Diez noch immer.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 21. Oktober 2016, Seite 21 (0 Views)

Auf die Überholspur wechseln: Schnelles Internet in Holzheim

Auf die Überholspur wechseln: Schnelles Internet in Holzheim – Beratungstage vom  17. Oktober – 21. Oktober 2016

Vom 17. Oktober bis 21. Oktober 2016 macht der DSL-Truck der Deutschen Telekom in Ihrer Gemeinde Halt.

Von Montag bis Freitag können Sie sich unverbindlich zu allen Produkten und Dienstleistungen der Deutschen Telekom (Internet, Fernsehen, Mobilfunk, Smart Home) sowie dem Breitbandausbau in Ihrer Gemeinde beraten lassen – ganz ohne Terminvereinbarung.
Unser autorisierter Vertriebspartner R+L Telecommunication GmbH steht Ihnen für  alle Ihre Fragen zur Verfügung.

Schauen Sie vorbei: Von Montag, den 17. Oktober bis Freitag, den 21. Oktober 2016, täglich von 10-18 Uhr auf dem Parkplatz an der Ardeckhalle in Holzheim. Wir freuen uns auf Sie.

Ein Holzheimer Schütze – Torben Engel – wird mit der Diezer Schützenmannschaft Deutscher Meister mit der Standardpistole.

Ein Holzheimer Schütze – Torben E n g e l – wird mit der Diezer Schützenmannschaft Deutscher Meister mit der Standardpistole.

Sein Vater Viktor Engel, ebenfalls aus Holzheim, wird mit der Diezer Mannschaft in der Disziplin Freie Pistole 11. Und der Schnellfeuerpistole 7.
Schießen Erneute Goldmedaille für das SV-Team

München/Rhein-Lahn. Die Schützen des SV Diez-Freiendiez mit den Nationalmannschaftskräften Patrick Meyer, Pierre Michel und Torben Engel haben bei den deutschen Meisterschaften auf der Olympiaanlage in München-Hochbrück mit der Standardpistole wie schon im Vorjahr den deutschen Meistertitel errungen.

Das SV-Team verwies mit 1684 Ringen Hauptkonkurrent Regensburg, der mit Olympiasieger Christian Reitz, Silbermedaillengewinnerin Monika Karsch und Nationalkaderschützin Sandra Hornung an den Start gegangen war, mit sieben Ringen Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde Kriftel mit 1663 Ringen.

In der Einzelwertung belegte Patrick Meyer mit 565 Ringen hinter Christian Reitz wie schon 2015 den starken zweiten Rang unter insgesamt 68 Startern. Pierre Michel erzielte 561 Ringe, Torben Engel kam auf 558 Ringe. Sie belegten damit in der Einzelwertung die sehr guten Plätze sechs und sieben.

Die Diezer Wolfgang Jung, Stefan Decker und Viktor Engel belegten in den Disziplinen Freie Pistole (Mannschaft 11. Platz), Schnellfeuerpistole (Mannschaft 7. Rang), Zentralfeuerpistole und Sportpistole in Hochbrück weitere respektable Platzierungen im jeweiligen Mittelfeld und rundeten das starke Diezer Auftreten ab.

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Die Siegreichen Schützen des SV Diez-Freiendiez. In der Mitte der Holzheimer Torben Engel

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 9. September 2016, Seite 13 (0 Views)

Breitbandausbau: Ein Schritt nach vorn für Holzheim

Holzheim/Diez. 

Start in ein neues Zeitalter: Holzheim, in Sachen Datenautobahn unterversorgt, soll bis zum Ende des Jahres auf die Überholspur gehen. Holzheim und bislang unerschlossene Teile der Diezer Innenstadt werden mit dem neuen VDSL-Netz in Vectoring-Technik ausgestattet. Das Breitband ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde, und selbst beim Heraufladen der Daten sollen bis zu 40 Mbit/s möglich sein. „Ein Mehrfaches von dem, was ein Kabelnetzanschluss in der Regel bietet“, stellt der Telekommunikationsriese die Vorteile heraus. Das Netz sei so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Damit in Diez und Holzheim weitere 4200 Haushalte vom schnellen Netz profitieren können, werden viele Kilometer Glasfaser verlegt und 22 neue Multifunktionsgehäuse aufgestellt.

Bevor die Anlagen in Betrieb gehen, will die Telekom in Bürgerversammlungen über das neue Angebot informieren. Hohes Tempo im Internet ist ein Standortvorteil für jeden Ort und jede einzelne Immobilie, wirbt David Schmidt vom Infrastrukturvertrieb um Kunden, die allerdings selbst aktiv werden müssen. Für bereits bestehende Anschlüsse erfolgt keine automatische Anpassung, folgt der Hinweis auf Shops in der Umgebung.

Die höheren Geschwindigkeiten im Netz werden durch Einsatz der Vectoring-Technik möglich, die elektromagnetische Störungen auf den Kupferleitungen beseitigt. Kupfer führt vom „Schaltkasten“ in die Wohnungen, dort tritt Vectoring wie ein Datenbooster auf: Beim Herunterladen verdoppelt sich die Geschwindigkeit auf bis zu 100 Mbit/s, beim Heraufladen geht’s sogar um das Vierfache schneller – von 10 auf 40 Mbit/s. Deutlich spürbar beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos.

(hbw)

© NNP

Bürger packten bei Vorbereitungen für Pflasterarbeiten mit an

Holzheim

Quelle: Holzheim

Initiative Aktion auf dem Holzheimer Friedhof – Weitere Helfer für den nächsten Einsatz am kommenden Samstag gesucht

Holzheim. In Holzheim haben Bürger gezeigt, was in Eigeninitiative geschultert werden kann. Viele von ihnen packten bei den Vorbereitungen für Pflasterarbeiten auf dem Friedhof kräftig mit an und sorgten dafür, dass das Vorhaben ein gutes Stück vorangekommen ist. Der Eingangsbereich von der Bergstraße her und die gesamte Fläche vor der Friedhofshalle werden von Holzheimer Bürgern in Eigenleistung komplett gepflastert. Dadurch soll erreicht werden, dass Besucher problemloser als bislang die Ruhestätten etwa mit einem Rollator oder Rollstuhl erreichen können.

Auf den vorhandenen Kieswegen war das eher beschwerlich, aber das wird sich nun wesentlich verbessern. Alle erforderlichen Arbeiten werden in Eigenleistung erbracht und die benötigten Gerätschaften werden von Firmen aus dem heimischen Bereich zur Verfügung gestellt. Auch die Holzheimen Landwirte waren mit im Einsatz. Dafür hat ihnen Ortsbürgermeister Werner Dittmar einen besonderen Dank ausgesprochen.

Bearbeitet wird zurzeit eine Fläche von circa 300 Quadratmetern Größe. Die Erdarbeiten sind erledigt, die Randsteine gesetzt, das Unterbaumaterial ist soweit eingebaut. Groß und Klein haben im wahrsten Sinne des Wortes mitgeholfen, denn es waren Helfer im Alter von 4 bis 72 Jahren im Einsatz.

Das Material, das für die Maßnahme auf dem Friedhof eingesetzt wird, hat ein Kostenvolumen von rund 8000 Euro. Am kommenden Samstag, 18. Juni, stehen die Pflasterarbeiten an, wofür noch weitere helfende Hände benötigt werden. Werner Dittmar appelliert an die Holzheimer Mitbürger, sich zu beteiligen.

Interessierte können sich bei Ortsbürgermeister Werner Dittmar, Telefon 06432/1341, melden.

Holzheim wird immer sauberer

Umwelttag Helfer fanden nicht mehr viel Unrat

Holzheim. „Die Menschen sind umweltbewusster geworden“, stellte der Beigeordnete der Gemeinde Holzheim, Karl-August Meyer, am Ende des Umwelttages erfreut fest. Zu dem Großreinemachen hatte die Gemeinde Holzheim alle Vereine und auch Privatpersonen eingeladen. Dem Aufruf waren die Jugendfeuerwehr Holzheim, der Verein Ardeck-Burgfestspiele und der Obst- und Gartenbauverein gefolgt. Zum Bedauern der Organisatoren haben sich in diesem Jahr keine Privatpersonen am Umwelttag beteiligt.

Die überschaubare Anzahl an Helfern hatte nicht viel Müll einzusammeln. Der Unrat habe in den letzten Jahren immer mehr abgenommen, sagte Meyer rückblickend – eine Tatsache, die die Gemeindespitze sehr erfreut. Gereinigt wurden die Feldwege in Holzheim, die Radwege bis zur Gemarkung Flacht und zur Gemarkung Freiendiez, das Areal an Burg Ardeck sowie die Feldwege der Gemarkung Holzheim. Auf dem Parkplatz am Fischweiher lag fast ein Dutzend Lkw-Reifen. „Das ist illegale Müllentsorgung im großen Stil“, betonte Bürgermeister Werner Dittmar. Die Verfolgung der Täter sei Angelegenheit des Kreises, da es sich hierbei um eine Straftat handele und nicht nur um eine Ordnungswidrigkeit. mn

© RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 12. April 2016, Seite 18