Über 200 Jahre alter Kastanienbaum (ehem.Naturdenkmal) vom Sturm auseinandergerissen

In der Nacht von Freitag, 21.05.2021, auf Samstag, 22.05.2021, wurde der, bis vor ca. 35 Jahren noch als Naturdenkmal geschützte Kastanienbaum im Holzheimer Wald, Opfer eines Sturmes.

Mit Schrecken stellte die Samstags-Wandertruppe aus Holzheim am Samstag, geg. 14:00 h, fest, dass der alte Kastanienbaum am Holzheimer Börnchen, Bereich Jakobsecke, fast komplett auseinander gerissen am Boden lag. Er wurde offensichtlich das Opfer des Sturmtiefs Marco, das in der Nacht von Freitag auf Samstag durch die Holzheimer Gemarkung fegte.

Der Kastanienbaum, dessen Alter auf ca. 200 Jahre geschätzt wird (Kastanienbäume können bis zu 300 Jahre alt werden), war bis in die 1980er Jahre als Naturdenkmal geschützt.

Ja, wenn der Baum erzählen könnte. Überliefert ist, dass bereits während des 1. Weltkrieges Granatsplitter in den Baum flogen. Auch viele Stürme und Blitzschläge beschädigten immer wieder den Baum. Bedingt durch die Beschädigungen wurde der Stamm immer weiter ausgehöhlt, so dass der Baum schließlich in den 1980er Jahren den Status eines Naturdenkmals verlor. Er hätte also gefällt werden können.

Niemand wollte dies. Stattdessen taten die Verantwortlichen (damaliger Ortsbürgermeister H. Weimar) alles, um den Kastanienbaum zu erhalten (u. a. wurde ein Baumgutachter eingeschaltet).

Im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands, wurden 1990 im Beisein interessierter Holzheimer Bürger zwei neue Kastanienbäume links und rechts neben dem ehemaligen Naturdenkmal gepflanzt.

Nach nunmehr 31 Jahren haben diese beiden jungen Kastanienbäume bereits eine entsprechende Größe erreicht.

Bedeutet das jetzt, dass der alte Kastanienbaum endgültig Vergangenheit wird? Er ist für viele Wanderer und Spaziergänger schon immer das Ziel einer Wanderung.

Wie auf einigen Fotos zu erkennen ist, befindet sich an der Seite des fast komplett ausgehöhlten Stammes ein noch junger Ast, der in voller Blüte steht und dem Sturm standhielt. Es besteht also Hoffnung, dass ein Teilstück des alten Baumes erhalten werden kann.

Wie ich nach entsprechenden Gesprächen erfahren habe, wollen sowohl der Eigentümer des Wiesengrundstückes auf dem die Kastanienbäume stehen (G. Ohl), als auch der Ortsbürgermeister W. Dittmar sich dafür einsetzen, dass der alte Kastanienbaum nach einer entsprechenden Begutachtung (Baumdoktor) weiter leben darf.

Karl August Meyer (Tel.: 064321782 o. 01782963501) ehemaliger 1. Beigeordneter der Gemeinde Holzheim und Wanderer der Samstags-Wandertruppe.

Geschwindigkeitsanzeige

An der Hauptstraße von Richtung Limburg kommend, auf Höhe der Einfahrt zur Ardeckhalle, haben wir eine Geschwindigkeitsanzeige installiert.

Die Verkehrsteilnehmer werden hiermit auf die gefahrene Geschwindigkeit hingewiesen.

Bis 50 km/h wird man von einem grünen Smiley angelächelt. Über 50 km/h kommt der traurige, rote Smiley und erinnert den Fahrer daran, vom Gas zu gehen.

Geschichte der Weihnachtskrippe

Unsere Krippe am Dorfplatz

Obwohl es für den historischen Ursprung der Weihnachtskrippe keine gesicherten Nachweise gibt, hat sich die figürliche Darstellung der Heiligen Nacht seit vielen Jahrhunderten bei den Christen in aller Welt manifestiert.

Die „Geburt“ der Weihnachtskrippe

Während der Weihnachtszeit werden in Kirchen, Häusern und Wohnungen kunstvolle Krippenkompositionen aufgestellt, die sich sowohl im Material als auch in der Anzahl der Figuren voneinander unterscheiden. Dabei ist die Bedeutung der wichtigsten Krippenfiguren gleichzeitig unbestritten. Doch woher stammt dieser Brauch eigentlich?

Vermutlich ist das traditionelle Aufbauen von Weihnachtskrippen dem Heiligen Franz von Assisi zu verdanken. Denn dieser stellte die Weihnachtsgeschichte nachweislich erstmals im Jahr 1223 mit lebenden Personen und Tieren nach. Als Schauplatz wählte er eine Futterkrippe in einem Wald nahe des Klosters Greccio. Er nutzte die anschauliche Szenerie, um Gläubigen, die nicht Lesen konnten, das vermutlich aus dem 2. Jahrhundert datierende Weihnachtsevangelium des Lukas in Bildern näherzubringen.

Zu jener Zeit war sich Franz von Assisi ganz sicher nicht darüber im Klaren, dass er damit den Grundstein für einen viele Jahrhunderte überdauernden Brauch legen würde. Doch der Weg, der letztlich zu den heutigen Krippendarstellungen führte, war noch lang.

Zunächst konzentrierte man sich vorrangig auf die Interpretation des Weihnachtsevangeliums. Da darin vor allem von einem in einer Futterkrippe liegenden Kind berichtet wurde, ging man davon aus, dass das Neugeborene aus einer mittellosen Familie und somit aus dem einfachen Volk stammen musste. In der Folge wurde vielfach nur das Bild von Jesus in der Krippe als Darstellung der Heiligen Nacht verwendet.

Die vermutlich älteste Krippe der Welt befindet sich in der Sixtinischen Kapelle in Rom. In einem Seitenschiff der Kirche Santa Maria Maggiore steht nämlich ein aus dem Jahr 1291 stammender Altar des Bildhauers Arnolfo di Cambio, der die Anbetung der Heiligen Drei Könige in Form von beweglichen Alabasterfiguren darstellt.

Die ersten Weihnachtskrippen

In der Mitte des 16. Jahrhunderts tauchten Weihnachtsdarstellungen zunehmend in vielen katholischen Kirchen in ganz Europa auf. Federführend waren die Prager Jesuiten, deren Krippenformation des Jahres 1562 große Beachtung erfuhr. In den nachfolgenden Jahrzehnten war es nicht nur in den großen Kirchen von München und Innsbruck sondern auch in vielen kleinen Pfarrkirchen und Kapellen üblich, zur Weihnachtszeit eine Krippenszenerie aufzubauen. Der erste schriftliche Beleg für eine aufgestellte Weihnachtskrippe datiert aus dem Jahr 1615 betrifft das Salzburger Benediktinerinnenkloster Nonnberg.

Im 17. Jahrhundert begannen die im Südtiroler Grödental ansässigen Bergbauern damit, während der Winterzeit Krippen aus Holz zu schnitzen. Sie fertigten die Heilige Familie und ergänzten ihre Holzfiguren mit unzähligen Holztieren und Krippenställen. Auf diese Weise gelangten die Weihnachtskrippen nach und nach in viele private Haushalte, wo sie bis heute die großen und kleinen Krippensammler erfreuen.

Weihnachtskrippen im Sturm der Zeit

Immer wieder in der Geschichte durchlebten Weihnachtskrippen stürmische Zeiten, in denen es bei Strafe verboten war, derartige weihnachtliche Szenerien aufzubauen. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass ausgerechnet die Kaiserin Maria Theresia eine Gegnerin von Weihnachtskrippen war? Doch letztlich wurde damit nur erreicht, dass das Interesse für die Krippenkunst stieg. Weihnachtskrippen hielten Einzug in Bürger- und Bauernhäuser und wurden, insbesondere im Südtiroler Grödental, zu einem bedeutenden Kunsthandwerk.

Während sich die Darstellung der Krippen zu Beginn auf das in der Krippe liegende Jesuskind, Maria und Josef, Ochs und Esel beschränkte, kamen im Lauf des 19. Jahrhunderts immer mehr Figuren hinzu. Da erschienen die Heiligen Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar, sowie viele Hirten mit ihren Schafen. Die Stallungen wurden mit einem Kometen und einem Verkündigungsengel versehen. Außerdem änderte sich die Darstellung der Krippenlandschaften und wurde den regionalen Gegebenheiten angepasst. Auf diese Weise entstanden die Heimatkrippe, wie beispielsweise die Alpen-Krippe oder die Südtirol-Krippe.

Die heutigen Weihnachtskrippen

Heute sind Krippen aus der weihnachtlichen Dekoration nicht mehr wegzudenken. Es gibt traditionelle und moderne Krippen in vielen verschiedenen Materialien und Ausführungen. Ob naturbelassen, lasiert, bemalt oder vergoldet, jeder Weihnachtskrippe wohnt ein ganz eigener Zauber inne. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Familiengruppe handelt, die aus einem einzigen Holzstück gefertigt ist, oder um eine Krippendarstellung mit vielen verschiedenen Holzfiguren.

Nach Holzheim kam der Nikolaus mit einem motorisierten Dreirad

Wegen der Corona Pandemie musste der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfallen. Was machen wir mit unseren Kindern, die während des Weihnachtsmarktes immer vom Nikolaus beschenkt wurden? Sollen die Kinder in der Adventszeit auf den Nikolaus verzichten müssen?

Nein, hatten sich einige Mitbewohner gesagt und auf deren Initiative hin, kam der Nikolaus in diesem Jahr auf eine etwas andere Art und Weise nach Holzheim.

Am Nikolaustag, 06. Dezember, lud der Nikolaus mit seinen Helfern die Geschenkpäckchen auf die Ladefläche seines motorisierten Dreirades und brachte den Kindern die Geschenke an die Haustür. Die Kinder und auch die Eltern staunten, als sie das Gefährt des Nikolaus sahen. Es war geschmückt mit einem Weihnachtsbaum. Auf der Ladefläche des Dreirades saß auf einem Stuhl der Nikolaus, neben ihm stapelten sich die Geschenke. Das Dreirad wurde von Knecht Ruprecht gelenkt und auf dem Beifahrersitz saß ein blonder Engel, der Weihnachtsmusik abspielte. Zwei fleißige Helfer legten die Geschenkpäckchen an den jeweiligen Haustüren ab und die Kinderaugen strahlten, als sie die Geschenke erhielten.

Wir sind optimistisch, dass es nächstes Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt mit dem Besuch des Nikolaus geben wird.

Der Nikolaus kommt

Liebe Kinder, liebe Eltern,

in Zeiten von Corona ist allesetwas anders. In diesem Jahr findet leider kein Weihnachtsmarkt statt, bei dem die anwesenden Kinder vom Nikolaus Geschenke bekommen.

Und da alles etwas anders ist, kommt der Nikolaus am Sonntag, dem 06.12., zu den Holzheimer Kindern. Wenn ihr also an diesem Tag so ab 16 Uhr Glockenklang vernehmt und ein Fahrzeug mit weihnachtlicher Musik unterwegs ist, dann ist der Nikolaus mit seinen Hilfskräften nicht mehr weit und hat für jedes Kind bis zum Alter von 12 Jahren etwas dabei.

Wir wollen die bekannten Abstandregeln einhalten, das heißt, kommt bitte vor die Tür und nehmt euer Geschenk entgegen.

Bund und Länder beschließen Lockerungen: Menschen weiterhin so gut wie möglich vor Infektion schützen

„Unsere Strategie war immer, das Infektionsgeschehen so unter Kontrolle zu halten, dass für alle schwer Erkrankten ausreichend Behandlungskapazitäten vorhanden sind. Das ist uns gelungen und das bleibt auch unser Kriterium für die Lockerungen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der mehrstündigen Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs und –chefinnen der Länder.

„Wir haben durch die Beschränkungen der vergangenen Wochen erreicht, die Infektionsgeschwindigkeit zu bremsen. Im März hat ein Erkrankter vier bis fünf Menschen angesteckt, heute liegt die Reproduktionsrate bei Neuansteckung bei eins. Wir haben durch die Sicherheitsmaßnahmen erreicht, dass heute mehr Menschen von Covid-19 wieder genesen als erkranken. Wir können viele zusätzliche Intensivbetten vorhalten.

Das haben wir auch der Geduld und der großen Disziplin der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken und den Menschen, die für die praktische Umsetzung sorgen, besonders im Gesundheitssystem. Ihnen gilt mein besonderer Dank!“, so Ministerpräsidentin Dreyer.

„Wir haben die Ausbreitungsgeschwindigkeit begrenzt, aber wir haben die Krankheit nicht besiegt, deswegen wird unser Alltag noch lange durch den Kampf gegen das Coronavirus bestimmt werden. Gleichzeitig stehen wir vor der Aufgabe, Schritt für Schritt das öffentliche Leben wieder zu beginnen, Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr Freizügigkeit zu ermöglichen und das Wirtschaftsleben wieder stärker aufzunehmen.Für mich ist wichtig, dass wir sicherstellen, dass die Lockerungen, die wir heute beschlossen haben, nicht zu einem Rückschlag führen. Deswegen liegt allem zugrunde, dass wir alle Menschen in Deutschland so gut wie möglich vor der Infektion schützen. Das gilt besonders für vorerkrankte Menschen, aber auch bei jüngeren Infizierten gibt es schwere Verläufe. Deswegen stehen für uns überall dort, wo wir die Kontaktbeschränkungen lockern, Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen besonders im Mittelpunkt,“ so Malu Dreyer.

1. Kontaktbeschränkungen bleiben: Die wichtigste Maßnahme bleibt Abstandhalten von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit. Dort soll man sich auch weiterhin entweder alleine oder nur mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder den Angehörigen des eigenen Hausstandes aufhalten. Großveranstaltungen bleiben mindestens bis 31. August 2020 untersagt.

2. Ziel ist, die Verbreitung des Virus effektiv zu kennen und die Verbreitung zu verhindern, durch Ausbau der Kontaktnachverfolgung. Dafür soll eine digitale „contact tracing“ App zum Einsatz kommen und eine weitere Erhöhung der Testkapazitäten erreicht werden.

3. Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung: Der Bund unterstützt die Länder sowie die kassenärztliche Vereinigung bei der Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung für das Gesundheitswesen. Länder und Einrichtungen werden daneben alle Anstrengungen unternehmen, selbst zu beschaffen. Neben der Beschaffung, vornehmlich im Ausland, werden auch im Inland unter Hochdruck Produktionskapazitäten für entsprechende Produkte aufgebaut. Das vordringliche Ziel besteht in einer Vollversorgung der Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Pflege mit medizinischen Schutzmasken, die den Träger vor Infektionen schützen.

„Für den Alltagsgebrauch gelten hinsichtlich des Tragens von Masken im öffentlichen Raum die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, nach denen das Tragen sogenannter (nicht medizinischer) Alltagsmasken oder Community Masken in öffentlichen Räumen das Risiko von Infektionen reduzieren kann. „Insofern wird die Nutzung von sogenannten Alltagsmasken im ÖPNV und im Einzelhandel dringend empfohlen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

4. Für vulnerable Gruppen und insbesondere für Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen werden weiterhin nach den jeweiligen lokalen Gegebenheiten und in den jeweiligen Institutionen besondere Schutzmaßnahmen ergriffen. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Maßnahmen nicht zu einer vollständigen Isolation der betroffenen Personen führen dürfen. Daher soll für die jeweilige Einrichtung unter Hinzuziehung von externem Sachverstand, insbesondere von Fachärzten für Krankenhaushygiene, ein spezifisches Konzept entwickelt werden und dieses im weiteren Verlauf eng im Hinblick auf das Infektionsgeschehen im jeweiligen Umfeld weiterentwickelt und angepasst werden.

5. Die Öffnung von Kindergärten, Schulen und Hochschulen bedarf eines zeitlichen Vorlaufs, damit vor Ort die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen getroffen und zum Beispiel die Schülerbeförderung organisiert werden können.

Die Notbetreuung wird fortgesetzt und ausgeweitet.

Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen nach entsprechenden Vorbereitungen unmittelbar wieder stattfinden.

Ab dem 4. Mai können prioritär auch die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge der allgemeinbildenden sowie berufsbildenden Schulen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen und die letzte Klasse der Grundschule beschult werden.

Die Kultusministerkonferenz wird beauftragt, bis zum 29. April ein Konzept für weitere Schritte vorzulegen, wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebotes durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann. Dabei soll neben dem Unterricht auch das Pausengeschehen und der Schulbetrieb mit in den Blick genommen werden. Jede Schule braucht einen eigenen Hygieneplan. Die Schulträger sind aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen.

Über den jeweiligen Zeitpunkt der Aufnahme des Unterrichts der jeweiligen Klassenstufen und der Betreuung der Kindergärten berät die Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und –chefs der Länder vor dem Hintergrund der Entwicklung der Infektionszahlen.

In der Hochschullehre können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden.

In Rheinland-Pfalz werden demnach die Schulen zunächst wie folgt öffnen:

27.04.2020

Prüfungsvorbereitung – Unterricht nur in den Prüfungsfächern – für die Abiturprüfungen ab 30.04.2020 in G8 GTS, Kollegs, Abendgymnasien, Beruflichen Gymnasien

  • Abschlussprüfungen ab dem 11.05.2020 in FOS, BOS II, duale BOS, HBF, BF II

04.05.2020: Prüfungs- und Abschlussklassen Qualifikationsrelevante Jahrgangsstufen an ABS und BBS:

  •  G9: Jahrgangsstufen 11 und 12 und Klassenstufe 10
  • G8: Jahrgangsstufen 11 und 10
  • IGS: Jahrgangsstufe 12, 11, 10 und 9
  •  RS+: Jahrgangsstufe 11 (FOS), 10 und 9
  • BBS: Jahrgangsstufe 12 und 11 des Beruflichen Gymnasiums;
  •  alle BVJ und BF I
  •  BVJ und BFS an BBS:
  •  Klassenstufe 4

Bildungsministerin Stefanie Hubig: „Wir alle sind froh, dass wir jetzt etwas mehr Klarheit haben. Es ist richtig, dass wir die Schulen schrittweise wieder öffnen – und es ist richtig, dass wir das verantwortungsvoll und mit dem nötigen Vorlauf tun. Der Gesundheitsschutz steht dabei an erster Stelle. Wir wissen, dass es für viele Eltern nicht einfach ist, ihre Arbeit, die allgemeine Verunsicherung und die Betreuung und Unterstützung ihrer Kinder unter einen Hut zu bringen. Genauso wie für die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler, die sich die letzten Wochen in diesem Schuljahr ganz anders vorgestellt haben. All das nehmen wir sehr ernst. Auch auf KMK-Ebene werden wir heute noch beraten und weitere Details zum Ablauf der nächsten Wochen klären. Mein Ziel ist es, dass wir bei diesem wichtigen Thema bundesweit möglichst einheitlich vorgehen.“

6. Folgende Geschäfte können  zusätzlich unter Auflagen von Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen:

In Geschäften wird ein Verkauf auf bis zu 800 qm Verkaufsfläche ermöglicht.

Sowie unabhängig von der Verkaufsfläche KfZ-Händler, Fahrradhändler, Buchhandlungen, Bibliotheken und Archive.

7. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und –chefs der Länder sind sich bewusst, dass die Religionsausübung ein besonders hohes Gut darstellt. Gerade vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten, die diese Epidemie und ihre Folgen für viele Menschen auslöst, kann gelebter Glaube, Kraft und Zuversicht spenden. Nach allem, was jedoch über die Rolle von Zusammenkünften bei der Verbreitung des Virus sowie über die Ansteckungsgefahr und die schweren Verläufe bei vulnerablen Gruppen bekannt ist, ist es weiter dringend geboten, sich auf die Vermittlung von religiösen Inhalten auf medialem Weg zu beschränken. Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen und die Zusammenkünfte anderer Religionsgemeinschaften sollen zunächst nicht stattfinden.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Sport wird zusammen mit Ländervertretern das Gespräch mit Vertretern der Religionen aufnehmen, um einen möglichst einvernehmlichen Weg vorzunehmen.

8. Auch in der Pandemie wollen wir in Industrie und Mittelstand sicheres Arbeiten möglichst umfassend ermöglichen. Ausgenommen bleiben wirtschaftliche Aktivitäten mit erheblichem Publikumsverkehr. Die Arbeitgeber haben eine besondere Verantwortung für ihre Mitarbeiter, um sie vor Infektionen zu schützen. Infektionsketten, die im Betrieb entstehen, sind schnell zu identifizieren. Deshalb muss jedes Unternehmen auch auf der Grundlage einer angepassten Gefährdungsgrundlage sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept umsetzen.

9. Bund und Länder unterstützen die Wirtschaft, gestörte internationale Lieferketten wiederherzustellen. Dafür richten sie Kontaktstellen für die betroffenen Unternehmen ein.

10. Um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern, bleiben Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, generell auf private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Die weltweite Reisewarnung bleibt aufrechterhalten. Übernachtungsangebote im Inland werden weiterhin nur für notwendige nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

Für Ein- und Rückreisende blebt weiter eine zweiwöchige Quarantäne nach den Bestimmungen der vorm Bund vorgegebenen Musterverordnung vom 8.4.2020 vorgesehen. Für den Warenverkehr, für Pendler und andere beruflich Reisende bleibt die Einreise nach Deutschland und die Ausreise aus Deutschland weiter wie bisher grundsätzlich möglich.

11. Im weiteren Verlauf muss berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet. Während einige Landkiese gar nicht betroffen sind, kommt es in anderen Regionen zu Überlastungen im Gesundheitswesen und dem öffentlichen Gesundheitsdienst. Deshalb werden Bund und Länder schnell abrufbare Unterstützungsmaßnahmen für besonders betroffene Gebiete bereitstellen und stimmen sich dabei mit den Krisenstäben von Bund und Ländern eng ab.

12. Der Impfstoffentwicklung kommt eine zentrale Bedeutung zu. Mit Unterstützung von Forschungseinrichtungen von Bund und Ländern wird eine SARS.CoV-2-Datenbank aufgebaut, in der stationäre Behandlung dokumentiert und ausgewertet werden.

„Mein Fazit ist: Mit diesem Beschluss ergreifen Bund und Länder zahlreiche Maßnahmen, um die Infektionsketten besser kontrollieren zu können. Es ist eine Lockerung in Phasen, weil wir jeweils überprüfen müssen, ob die neuen Lockerungen nicht zu einem zu hohen Infektionsanstieg führen. Deswegen werden wir etwa alle zwei Wochen die Infektionsdynamik kontrollieren,“ so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.„Unsere Strategie war immer, das Infektionsgeschehen so unter Kontrolle zu halten, dass für alle schwer Erkrankten ausreichend Behandlungskapazitäten vorhanden sind. Das ist uns gelungen und das bleibt auch unser Kriterium für die Lockerungen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach der mehrstündigen Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs und –chefinnen der Länder.