Am Sonntag entscheidet sich, wer künftig ins Diezer und in andere Rathäuser einzieht. Foto: Galonska

Entscheidung – Nur wenige Duelle um Bürgermeisterämter in Orten der VG Diez

Von unserem Redakteur Andreas Galonska
Am Sonntag entscheidet sich, wer künftig ins Diezer und in andere Rathäuser einzieht. Foto: Galonska Am Sonntag entscheidet sich, wer künftig ins Diezer und in andere Rathäuser einzieht.
Foto: Galonska


Diez. Am Sonntag ist es so weit: Neben der Europa- und der Landratswahl sind alle Bürger aufgerufen, ihre Stadt-, Gemeinde-, Verbandsgemeinderäte und den Kreistag neu zu bestimmen. Außerdem können in fast allen Ortschaften die Bürgermeister direkt gewählt werden. In der Verbandsgemeinde Diez gibt es in der großen Mehrzahl der Gemeinden nur einen Bewerber um das Amt des Stadt- oder Ortschefs.

Mehr Spannung verspricht der Wahlabend dagegen in Altendiez, Balduinstein und Gückingen zu werden, da dort die Wähler zwischen je zwei Bewerbern entscheiden. In Altendiez lautet das Duell genau wie vor fünf Jahren Lutz Henschel (SPD) gegen Thomas Keßler (CDU). Bei der Wahl 2009 hatte sich mit 52,8 Prozent die Mehrheit für Amtsinhaber Henschel ausgesprochen, während Keßler mit 47,2 Prozent das nachsehen hatte.

In Balduinstein kämpfen Maria-Theresia Schmidt und Helmut Holzenthal darum, Nachfolger von Paul Wendt zu werden. Beide stehen den jeweiligen Wählergruppen vor, die für den Gemeinderat aufgestellt worden sind. Auch in Gückingen tritt der bisherige Bürgermeister Kurt Wilhelm nicht mehr an. Dort haben die Bürger die Wahl zwischen Thomas Petri und Matthias Dambmann.

In der Stadt Diez ist die spannende Frage, mit welchem Resultat der bisherige Erste Beigeordnete Frank Dobra in die Fußstapfen von Gerhard Maxeiner treten wird. CDU-Mann Dobra hat keinen Mitbewerber. Bei der Wahl zum Stadtrat sind 28 Mandate neu zu vergeben, für die sich Kandidaten von SPD, CDU, FWG Diez-Freiendiez, FDP und den Bürgern für Diez (BfD, bislang Liste Maxeiner) bewerben. 2009 hatte die SPD mit 25,2 Prozent (sieben Mandate) knapp vor der CDU gelegen, die auf 24,1 Prozent kam (ebenfalls sieben Sitze). Die FWG (WG Grünewald) kam auf 19,5 Prozent (sechs Mandate), die Liste Maxeiner auf 18,5 Prozent (fünf Sitze) und die FDP auf 12,3 Prozent der Stimmen (drei Mandate). An der Wahl zum Stadtrat beteiligten sich 38 Prozent der Wahlberechtigten.

In etlichen Orten der Verbandsgemeinde Diez treten die Amtsinhaber erneut an und sind dabei allein auf weiter Flur. Wolfgang Linden will weiterhin Aull vertreten, Dieter Hörle möchte Ortschef von Birlenbach-Fachingen bleiben, Werner Dittmar und Peter Solbach wollen erneut an der Ortsspitze von Holzheim und Heistenbach stehen. Mit Harald Nöllge (Holzappel), Marco Vogt (Charlottenberg) Norbert Menche (Dörnberg), Gunter Meckel (Hirschberg), Klaus Hennemann (Horhausen), Ulrich Jürgens (Isselbach), Ulrich Strutt (Langenscheid), Ulrich Kuhmann (Laurenburg), Hans-Wilhelm Lippert (Scheidt), Timo Reinhardt (Steinsberg) und Reiner Schwarz (Wasenbach) stehen weitere Amtsinhaber zur Wahl. Neue Bewerber finden sich mit Oliver Lankes in Eppenrod, Friedhelm Rücker in Geilnau und Peter Sehr in Hambach. Auch sie haben am Sonntag keine Gegenkandidaten. In Cramberg gibt es keinen Direktkandidaten für das Ortsbürgermeisteramt.

Die Wähler haben außerdem das Wort bei der Neuzusammenstellung des VG-Rats mit seinen insgesamt 36 Mitgliedern. Dafür haben Sozial- und Christdemokraten, Freie Wähler und die Liberalen Listen aufgestellt. Auf den Spitzenplätzen finden sich bei der SPD Günter Künzler (Langenscheid), Sigrun Jeschik-Henschel (Diez) und Lothar Labonte (Diez). Die CDU-Liste wird von Hans-Jürgen Schmidt (Diez), Konrad Schuler (Altendiez) und Matthias Lammert (Diez) angeführt. Bei der FWG der VG Diez kandidieren Dieter Hörle (Birlenbach), Günter Grünewald (Diez) und Sonja Meffert (Altendiez) auf den ersten Plätzen. Bei der FDP stehen Hans-Werner Eckel (Gückingen), Herbert Pechmann (Diez) und Franz Schöberl (Diez) auf den oberen Plätzen. Wegen der Möglichkeit, Stimmen bei bestimmten Kandidaten zu häufen, kann es aber noch Bewegung bei den Listen geben.

Vor fünf Jahren landete die SPD bei 38,2 Prozent der Stimmen und bekam 14 Sitze. Auf die CDU entfielen 30,3 Prozent und elf Sitze. Die FWG erreichte 20,4 Prozent (sieben Mandate) und die FDP 11,1 Prozent (vier Sitze). Die Wahlbeteiligung lag bei der Wahl zum VG-Rat bei 51,4 Prozent.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 23. Mai 2014, Seite 19

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