Von der Architektur bis zur Grafik: Besucher der Ausstellung des Kunstkurses an der Tilemannschule zeigten sich von den kreativen Leistungen beeindruckt.Foto: Dieter Fluck

Die Arbeiten stammen von Caren Möbs (Oberbrechen), Vicoria Butzbach (Niederbrechen), Hannah Schaaf (Nentershausen), Lukas Kimpel, Joele Weil (beide Diez), Jana Phillippi (Eschhofen), Philipp Sehr (Limburg), Florian Kortmann (Lindenholzhausen), Leon Schmeiser, Caroline Ditter (beide Steeden), Xenia Rehm (Schadeck), Anna-Lena Gerke (Holzheim), Sinja Albert (Fachingen) und Björn Schrader (Hahnstätten). flu

Von der Architektur bis zur Grafik: Besucher der Ausstellung des Kunstkurses an der Tilemannschule zeigten sich von den kreativen Leistungen beeindruckt.Foto: Dieter Fluck

Von der Architektur bis zur Grafik: Besucher der Ausstellung des Kunstkurses an der Tilemannschule zeigten sich von den kreativen Leistungen beeindruckt.
Foto: Dieter Fluck


Präsentation – Ausstellung in der Eingangshalle der Tilemannschule

Limburg. Drei Jahre lang haben neun Schülerinnen und fünf Schüler der Limburger Tilemannschule im Leistungskurs Kunst Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Fotoserien, Tiletimer, Collagen und Architekturmodelle erarbeitet und dabei ausgezeichnete Ergebnisse hervorgebracht. Ihre hohe Qualität verlangte danach, einem größeren Publikum präsentiert zu werden. Bis zu den Sommerferien sind sie nun als Retrospektive in der Eingangshalle zu erleben.

Schulleiterin Regine Eiser-Müller sprach von einem besonderen Ereignis des Kultursommers, wozu sie eine große Besucherschar, darunter Eltern und Geschwister, Großeltern und Freunde der Abiturienten willkommen hieß. In dem Leistungskurs eröffne sich Schülern die Chance, in die Kunst einzusteigen, dabei hätten sie ein Jahr mehr Zeit gehabt, ihre Werke reifen zu lassen.

Die Direktorin dankte den Eltern, die ihre Kinder auf diesem Interessengebiet unterstützt haben. Sehr imposant ist die Auseinandersetzung der Kunstschaffenden mit Architektur, mit den Baustilen von der Gotik bis in die Neuzeit. Sie stellten gleichzeitig Hausfassaden aus vier verschiedenen Stilepochen dar. Sodann galt es, Räumlichkeiten zu erfassen, Modelle, Grundrisse, Vorder- und Seitenansichten zu zeichnen und (sehr zeitaufwendig) ein Modell zu bauen.Eine andere Aufgabe bestand in der Tontrennung: ein Konterfei in bis zu zwölf verschiedene Graustufen zu zerlegen.

Die 14 Kunstschaffenden wurden als Designer tätig, indem sie Collagen fertigten, die zum Beispiel Stress, Ruhe und Langeweile vermitteln konnten. Sie sammelten wertvolle Erfahrungen auf dem Gebiet der Werbegrafik, entwarfen sogenannte Tiletimer, will heißen: Schul-Jahresplaner. Hier kam es auf ein gutes Layout, Schnittform und Bildelemente an – immer bezogen auf die Tilemannschule.

Da sind tolle Arbeiten entstanden, die eine Serienproduktion wert wären. Die Themen Malerei, Fotografie, Architektur und Design sind im hessischen Lehrplan vorgegeben. Alle Arbeiten wurden benotet. Die zur Ausstellung kommenden Arbeiten durften die jungen Kunstschaffenden selbst auswählen. Sie dankten ihrer Fachlehrerin Nicole Barthel für wunderbare drei Jahre.

Barthel, die an der Schule den Fachbereich Kunst leitet, erläuterte dem Publikum, dass der Kunstkomplex keineswegs mit dem letzten Pinselstrich beendet war. Kunst könne sich nur entfalten, wenn sie ein Publikum habe, und so hätten sich Beteiligte mit der Frage auseinander gesetzt, wie die Arbeiten interessierte Menschen erreichen, und dafür ein Konzept erarbeitet. Dazu gehörte das Füllen der Rahmen, eine Konzeption für die Hängung und die genaue Positionierung: „Eine Kompetenz, die man nicht im Unterricht lernt, die viel Liebe und Zeit benötigt“, erklärte Barthel, die den Sponsoren dankte. Für ihre erworbenen Kompetenzen haben die Schüler Zertifikate erhalten.

Dieter Fluck

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 6. Juni 2014, Seite 25

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