Statistik – Zahl der Wähler liegt in der Grafenstadt weit unter dem Durchschnitt der Ortsgemeinden

Von unserem Redakteur Andreas Galonska

Diez. Auch wenn es in verschiedenen Gemeinden etwas länger gedauert hat, so sind doch inzwischen alle frisch gewählten Gemeinderäte ausgezählt und können sich für die nun beginnende Wahlperiode formieren. Bei einem Vergleich der Wahlbeteiligung fällt vor allem ins Auge, dass in nahezu allen Ortsgemeinden in der VG Diez eine gut Mobilisierung der Wähler gelungen ist.

Die Ausnahme stellt allerdings die Stadt Diez dar, in der sich lediglich 41,6 Prozent der Wahlberechtigten an der Entscheidung über den künftigen Stadtrat beteiligt haben. Dabei haben die zahlreichen Briefwähler die schwache Beteiligung an der Urnenwahl noch über die 40-Prozent-Marke gehoben.

Insgesamt wurde in der Stadt ein Zuwachs von 3,6 Prozentpunkten bei der Wahlbeteiligung erzielt. In den Ortsgemeinden haben sich im Durchschnitt fast zwei Drittel der Bürger an dem Votum beteiligt. Von 11 559 Wahlberechtigten in allen Gemeinden außer der Stadt Diez sind 7266 Wähler verzeichnet worden, was 62,9 Prozent ausmacht.

Nimmt man 3394 Wähler (bei 8154 Wahlberechtigten) aus der Stadt dazu, so wird die Gesamtbeteiligung an dem Urnengang um 8,8 Punkte auf 54,1 Prozent gedrückt. Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung ist Geilnau, wo von 296 Wahlberechtigten 246 Bürger gezählt wurden.

Geilnau hat damit 83,1 Prozent geschafft und im Vergleich zur Wahl von 2009 ein Plus von 7,6 Punkten bei der Wahlbeteiligung erzielt. Auch in Scheidt sind mit 76,3 Prozent (200 von 262) besonders viele Menschen zur Wahl gegangen. Knapp unter der 70-Prozent-Marke lagen Langenscheid (69,7), Steinsberg (69,2), Wasenbach (68,4) und Balduinstein (68,3).

Weniger als 60 Prozent Wahlbeteiligung wurden bei der Kommunalwahl in Dörnberg (59,9), Hirschberg (59,7), Birlenbach-Fachingen (58,4), Holzheim (58,2), Heistenbach (58,1) und in Holzappel (54,1) erreicht. Die deutlichsten Zuwächse bei der Wahlbeteiligung gab es in Hambach und in Eppenrod, wo ein Plus von 11,7 und 10,8 Prozentpunkten rezielt wurde.

Möglicherweise hat die Entscheidung über die neuen Bürgermeisterkandidaten mehr Hambacher und Eppenroder zur Teilnahme an der Wahl der Gemeinderäte bewegt. Auch in Geilnau (plus 7,6) und in Altendiez (plus 6,2) haben sich deutlich mehr Bürger an dem Wahlgang beteiligt als das vor fünf Jahren der Fall gewesen ist.

Während es in Geilnau ebenfalls um einen neuen Ortsbürgermeister ging, so gehörten die Altendiezer zu den relativ wenigen Bürgern, die sich zwischen zwei Bewerbern entscheiden konnten. Eine geringere Wahlbeteiligung als 2009 mussten Charlottenberg (minus 8,6 Punkte), Wasenbach (minus 5,3), Steinsberg (minus 4,2) und Holzappel (minus 4,1) hinnehmen.

Trotz dieser Einbußen lag die jeweilige Wahlbeteiligung aber immer noch klar vor den mauen Werten der Stadt Diez.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 11. Juni 2014, Seite 21

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