Bücherwürmer feiern den Lesesommer

Literatur Abschluss in Holzheim mit Preisverleihung

Holzheim. Zum Ende des zehnten Lesesommers gab es in der Gemeindebücherei die Ehrung der fleißigen Leser. Insgesamt nahmen 36 Kinder und Jugendliche teil, darunter 18 Mädchen und 18 Jungs, die meisten zwischen sieben und zehn Jahre alt. Dieses Jahr haben sich auch Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren beteiligt. Es standen 371 Bücher für die Kinder und Jugendlichen zur Auswahl. Zusammen wurden 244 Bücher ausgeliehen. Alle Schüler erhielten eine Urkunde und verschiedene Preise. Außerdem wird in Kooperation mit den Schulen in jedem Zeugnis ein positiver Eintrag vermerkt.

Den ersten Platz der Erstleser belegte Mia Sophie Fetter. Bei den Grundschülern lag Elina Stohr ganz vorne. Sie bewies mit 19 Büchern ihre Lesefreude. Den zweiten und dritten Platz belegten Finn Bastian Hofmann und Sebastian Jünemann. Innerhalb der weiterführenden Schulen erzielten Anna Müller den ersten, Swantje Bitterling den zweiten und Marius Jünemann den dritten Platz. Monika Mittag vom Leitungsteam begleitete mit dem ersten Beigeordneten Karl August Mayer als Vertretung für den Ortsbürgermeister die Preisvergabe.

In diesem Jahr kaufte die Bücherei 102 neue Bücher im Wert von mehr als 900 Euro, dank einer finanziellen Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 400 Euro sowie mehr als 500 Euro von der Gemeinde. Der neue Lesestoff war bisher nur für Clubmitglieder zugänglich: Nun dürfen alle darauf zugreifen. mlf
RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 15. September 2017, Seite 20 (0 Views)

Frühlingswanderung des Obst- und Gartenbauvereins Holzheim am Karfreitag Nachmittag lockte viele in die Natur

Bei herrlichstem Sonnenschein führte der Obst- und Gartenbauverein am Nachmittag des Karfreitag seine traditionelle Wanderung mit anschließendem gemütlichem Beisammensein in der Ardeckhalle durch. Zum Wandern, das mittlerweile schon Tradition in Holzheim hat, trafen sich über 50 Personen, darunter viele Kinder und auch zwei Hunde geg. 13:30 h an der Ardeckhalle.

Die 1. Vorsitzende Brigitte Weiss begrüßte die Wanderschar und kurz darauf ging es los. Während einige Vorstandsmitglieder des Vereins an der Wanderung teilnahmen, kümmerte sich die Frauendoppelspitze des Vereins, Brigitte Weiss und Rosemarie Meyer, mit tatkräftiger Hilfe von treuen Helferinnen um die gespendeten Kuchen, so dass die Nichtwanderer rechtzeitig Kaffee und Kuchen genießen konnten.

Die Wanderstrecke führte von der Ardeckhalle über den Rad-Fußweg nach Freiendiez. In Freiendiez wurde eine kurze Rast eingelegt und die vom Verein kostenlos angebotenen Eier und Aufgesetzter verzehrt. Dann ging es weiter durch Freiendiez bis zur Hohen Straße. Hier wurde es steiler, ging längere Zeit  bergauf, an der Einfahrt zum irgendwann einmal – oder auch nie- fertig gestellten „Neuen Schloss“ vorbei bis hoch ins Feld zum Rad- Fußweg von Limburg nach Holzheim. Der Rad- Fußweg wurde dann bis zur Ardeckhalle als Gefällstrecke zurückgelegt und geg. 15:30 h gelangte man wieder an der Ardeckhalle an. Dort ließen es sich die Nichtwanderer bereits bei Kaffee und Kuchen gut gehen. Nun kamen auch die Wanderer zum Zuge. Insgesamt zählte der Verein ca. 70 Gäste.

Karl August Meyer
(Kassierer des OGV Holzheim)

Holzheimer ließen ihre Kinder beim Ostereiersuchen nicht im Regen stehen

Am Ostersonntag veranstaltete die Ortsgemeinde Holzheim wieder das Ostereiersuchen für Kinder. Wie in den vergangenen Jahren, sollte die Veranstaltung auch diesmal wieder auf dem Dorfplatz stattfinden. In Anbetracht der unbeständigen Wetterlage mit Regenfällen,  entschieden sich die Verantwortlichen am Ostersonntagmorgen kurzfristig für einen Ortswechsel und zwar in die Ardeckhalle.

Dort begrüßte, als  Vertreter des Ortsbürgermeisters, der 1. Beigeordnete Karl August Meyer geg. 15:00 h ca. 90 Personen, darunter 45 Kinder, die zum Ostereiersuchen angemeldet waren.  In seiner Begrüßung teilte er mit, dass lediglich der Osterhase mit dem Ortswechsel nicht einverstanden gewesen wäre. Er wollte die Eier und Schokoladenhasen in die Nester auf dem Dorfplatz legen. Erst nach eindringlicher Mahnung habe er sich dann doch überreden lassen in die Ardeckhalle zu hoppeln. Dort war ihm dann der 2. Beigeordnete Gerhard Ohl beim Bauen der Nester behilflich. Für jedes angemeldete Kind wurde ein Nest gebaut, ein Namensschild hinein gelegt und der Osterhase füllte die Nester mit Eiern und Süßigkeiten.

Wie Karl A. Meyer weiter erklärte, würde sich ein Besuch des Dorfplatzes auf jeden Fall doch noch lohnen, da dieser wieder schön österlich geschmückt wäre. Zum einen die Schule, in denen die Häschenkinder von dem Lehrer in dem Klassenzimmer unterrichtet werden und zum anderen die Osterglocke, die auf dem Dorfbrunnen montiert wurde und mit bunten Eiern und Buchsbaumzweigen geschmückt wäre. Hauptverantwortlich dafür sei Gerhard Ohl und beim Schmücken der Osterglocke sei er von einigen Holzheimer Landfrauen unterstützt worden. K. A. Meyer bedankte sich bei G. Ohl und den Landfrauen für ihre Unterstützung. Anschließend wünschte er allen einen schönen Nachmittag und gab den Startschuss für die Ostereiersuche. Ruck zuck wurden von den Kindern die richtigen Nester gefunden und ausgeräumt. Alle hatten einen riesigen Spaß.

Bei der Bewirtung in der Ardeckhalle (es gab von der Gemeinde gespendeten Kuchen, Kaffee und Kaltgetränke) halfen Doris Ohl, Marina Enders (Verantwortliche der Ardeckhalle), Dagmar Link (Gemeinderatsmitglied) und der 1. Beigeordnete mit.

Für die Kinder wurde zudem von den Verantwortlichen in der Ardeckhalle eine Hüpfburg aufgebaut, die den ganzen Nachmittag belagert war. Hermann Baum stellte diese kostenlos zur Verfügung.

Vereinsausflug 2017 der Schoppensänger

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde der Holzheimer Schoppensänger,

wir laden Euch alle ganz herzlich zu unserem Vereinsausflug 2017 ein.

Mit Menges-Reisen fahren wir von Freitag, den 13. Oktober 2017 bis Sonntag, den 15. Oktober 2017 nach Wernigerode – die bunte Stadt am Harz.

Hier finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden: Vereinsausflug 2017 der Schoppensänger

Kinder in Ruanda freuen sich über neue Schule

Holzheim/Rambura. Während Kinder hierzulande zurzeit fröhlich Fastnacht feiern, freuen sich die Schüler und Lehrer der Primarschule Ntarama im Holzheimer Partnerschaftssektor Rambura über die Fertigstellung und Inbetriebnahme eines Schulgebäudes im Rahmen des ersten Bauabschnitts. Nach Abriss und Entsorgung der maroden, dunklen, gesundheitsschädigenden Lehmbauten durch die Eltern wurde im Oktober 2016 mit dem Neubau des ersten Schulgebäudes begonnen, das nach vier Monaten Bauzeit schon Anfang Februar in Betrieb genommen werden konnte.

Der erste Teil dieser Baumaßnahme umfasste dieses Gebäude und den Bau eines neuen Toilettenblocks mit zehn Kabinen, gebaut nach aktuellen, hygienischen Regierungsvorgaben sowie Installation von Regenwasserzisternen. Die Baukosten betrugen insgesamt 53 645 Euro. Die Zuwendung des Landes Rheinland- Pfalz betrug 42 915 Euro und der Beitrag der Ruanda-Stiftung Helmut Weimar 10 730 Euro. Um in diesem unwegsamen Berggelände mit einer Baustelleneinrichtung auskommen zu können, wurde zwischenzeitlich bereits mit dem zweiten Bauabschnittbegonnen. Es entsteht ein zweites großes Schulgebäude. Die Kosten in Höhe 36 175 Euro werden überwiegend durch die Fly&Help-Stiftung Reiner Meutsch mit 30 000 Euro finanziert. Die Restfinanzierung in Höhe von 6175 Euro erfolgte auch hier durch die Ruanda-Stiftung Helmut Weimar und setzt sich zusammen aus bundesweiten Spenden und Veranstaltungserlösen. So hat zum Bespiel ein befreundetes Ehepaaraus der Holzheimer Partnergemeinde Mönkeberg bei seiner Goldenen Hochzeit auf Geschenke verzichtet und 800 Euro gespendet. Mit diesem Großprojekt wird nun auch diesen fast 1600 Kindern der Wunsch erfüllt, bei ordentlichen Rahmenbedingungen und in lichtüberfluteten Klassenräumen lernen zu können. Die Kinder besuchen gern die Schule und nehmen dafür täglich oft kilometerlange Fußwege in Kauf. Die Schule bietet ihnen in ihrem jungen Leben neben Bildung und damit einer Zukunft auch eine willkommene Abwechslung.

Im Laufe der fast 30-jährigen kommunalen Partnerschaft hat Holzheim in Rambura schon viele Schulen gebaut, denn in dem 28 000 Einwohner zählenden Partnerschaftssektor leben insgesamt 8000 Primarschüler, denen, wenn notwendig, geholfen wurde. Trotz langjähriger Erfahrung ist Helmut Weimar immer erstaunt über die schnelle und saubere Bauausführung ohne großen Aufwand. Auch die Baukosten entsprechen stets den Kostenvoranschlägen. „Dies ist insbesondere ein Verdienst der Bauabteilung des Partnerschaftsbüros Rheinland-Pfalz/Ruanda, das auch in diesem Fall durch ständige Baustellenbesuche und Kontrollen hervorragende Arbeit geleistet hat“, sagt Helmut Weimar. Die Endabrechnung sei bis ins Detail auch für Holzheim nachprüfbar.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 25. Februar 2017, Seite 14 (0 Views)

Wechsel im Leitungsteam der Bücherei


Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde zeichnete das Team der Bücherei Holzheim die fleißigsten Leser des Jahres 2016 aus. Foto: Uli Pohl

Bildung Birgit Neuhaus verlässt die Bibliothek im Holzheimer Rathaus – Beeindruckende Statistik für das Jahr 2016

Von unserem Redakteur Uli Pohl

Holzheim. Abschied nehmen hieß es für Birgit Neuhaus bei der Ehrung der fleißigsten Leser der Gemeindebücherei Holzheim. Neun Jahre zählte sie zum Leitungsteam der Bücherei und muss dieses jetzt aus beruflichen Gründen schweren Herzens verlassen. Mit ihr zieht sich nach 34 Jahren Ehrenamt in der Bücherei auch Christel Schulz aus dem Mitarbeiterteam zurück. „Christel Schulz gehört quasi zum Inventar“, wie Ortsbürgermeister Werner Dittmar bei der Verabschiedung der beiden im Rahmen der Leserehrung betonte.

Dittmar hob erneut die Bedeutung der Bücherei für die Gemeinde Holzheim und die ehrenamtliche Tätigkeit aller Beteiligten hervor. Er dankte dem Team und appellierte an die Eltern und Jugendlichen, bei den zahlreichen Veranstaltungen der Bücherei mit anzupacken, damit diese auch weiterhin angeboten werden können.

Für Birgit Neuhaus rückt nun neben Ulrike Witte-Buschmann Monika Mittag in das Leitungsteam nach. Auch Neuhaus richtete einen Appell an die Eltern: „Damit alles möglich bleibt, ist das Büchereiteam auf Hilfe angewiesen.“ Birgit Neuhaus lagen vor allem die Kinderveranstaltungen am Herzen. Sie stehe zwar weiter beratend zur Seite, doch wer gern vorlese oder mit anderen bastle, sei willkommen. Denkbar seien auch mehrere Teamer, die sich die Veranstaltungen aufteilen oder zusammen anbieten. „Auch diejenigen, die bei der Ausleihe mithelfen möchten, können sich melden. Das Team braucht dringend Verstärkung und Entlastung. Die Bücherei ist wichtiger kultureller Bestandteil in Holzheim und ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt“, sagte Neuhaus. Mit gutem Beispiel ging bereits Regina Appel aus Limburg voran. Als regelmäßige Besucherin unterstützt sie nun das Team in der Ausleihe. Dass die Bücherei ein wichtiger und stark frequentierter Bestandteil von Holzheim ist, belegt die Statistik für 2016: 11 169 Medien wurden entliehen, 287 aktive Leser nutzten das vielseitige Angebot und 3997 Besucher gingen ein und aus. 28 Veranstaltungen wurden durchgeführt, darunter die Abschlussparty zum Lesesommer, Aktionsnachmittage für Kinder, ein lebendiger Adventskalender oder ein Bücherflohmarkt. Die umfangreiche Ausleih- und Veranstaltungsarbeit der Bücherei erfolgt ausschließlich ehrenamtlich und wird zurzeit von einem Team von acht Mitarbeiterinnen und einem Jugendlichen geleistet. Zum Jahreswechsel verfügte die Bücherei über einen Bestand von 7260 Medien, darunter 879 Sachbücher, 1838 Romane, 3219 Kinder- und Jugendbücher, 155 Zeitschriftenhefte und 1169 DVDs und Hörbücher auf CD. 457 Medien wurden neu eingearbeitet, 275 Medien wurden zerlesen aussortiert.

Birgit Neuhaus dankte abschließend vor allem der Ortsgemeinde, die 1900 Euro für die Bücherei zur Verfügung stellte: „Ohne den Rückhalt durch die Gemeinde könnten wir nicht so aktuell sein, könnten wir nicht existieren.“

Am Donnerstag, 2. März, 16 Uhr, liest die heimische Autorin Stephanie Gessner in der Bücherei aus ihrem gerade erschienen zweiten Band „Lil April – Eine Katastrophe jagt die nächste“. Der Eintritt kostet 2 Euro. Anmeldungen bitte in der Bücherei, per Telefon unter 06432/936 651 oder per E-Mail an buecherei@holzheim.net

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 11. Februar 2017, Seite 14 (0 Views)

Tolle Bilder beim Malkurs in Holzheim

Bei der Lesesommer-Abschlussparty der Bücherei Holzheim am 27.09.2016 haben 5 Mädchen einen Malkurs bei der Holzheimer Künstlerin Kirstin Toennes-Still gewonnen. Am Freitag, den 14.10.2016, um 15:00 Uhr, war es dann soweit. Rosie Meyer vom Büchereiteam begrüßte Finja Lotz, Swantje Bitterling, Laetizia Taranenko, Elina Stohr und Julie Mrochen auf dem Dorfplatz in Holzheim. Gemeinsam ging es dann ins Atelier von Kirstin. Jedes Mädchen suchte sich ein Motiv aus, und nach einer kurzen Einweisung legten sie dann auch schon los. Voller Konzentration wurden Farben gemischt und die ersten Pinselstriche gesetzt. Geduldig erklärte die Künstlerin ihnen, wie man Akzente setzt, um ein farblich stimmiges Bild entstehen zu lassen. Innerhalb von zwei Stunden malten die jungen Künstlerinnen tolle Bilder. Voller Stolz und glücklich präsentierten sie ihre Kunstwerke.

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Aartalbahn: Vorbereitung für Inbetriebnahme auf Eis

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Aartal. Die kürzlich in Trier vorgestellten Planungen für die Reaktivierung der Weststrecke der Lahn-Eifel-Bahn geben einen realistischen Hinweis auf den Zeitbedarf bis zu einer Betriebsaufnahme. Obwohl dort alle Vorarbeiten weitgehend abgeschlossen sind, werden die ersten Züge erst Ende 2020 rollen. Doch so weit ist man im Aartal noch nicht, und der Zeitpunkt, wann die Züge der Lahn-Eifel-Bahn erstmals Hahnstätten erreichen, noch völlig offen.

Die inzwischen vierte Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) mit einem positiven Ergebnis für eine Reaktivierung der Aartalbahn war bereits im Sommer die Grundlage für eine Entscheidung des für den Schienen-Personen-Nahverkehrs im nördlichen Rheinland-Pfalz zuständigen Zweckverbands. Dieser hatte gemäß seiner Tagesordnung einstimmig entschieden, dass eine Reaktivierung zwischen Diez und Hahnstätten erfolgen soll. Verzichtet wurde auf die Reaktivierung des rund 1,7 Kilometer längeren Abschnitts bis nach Zollhaus, da man nicht auf den Haltepunkt an der Hohen Straße in Freiendiez verzichten und einen stabilen Stundentakt ermöglichen wollte. Für den Endpunkt in Hahnstätten sprach auch der höhere Nutzen-Kosten-Faktor von 1,79 gegenüber 1,34 beim Endpunkt in Zollhaus. Doch bis heute konnte das beauftragte Planungsbüro PTV aus Karlsruhe die nach einem standardisierten Verfahren erstellte Untersuchung nicht der Öffentlichkeit vorstellen und Fragen von Bürgern und der regionalen Politik beantworten. Stattdessen wurden die NKU und die dafür erhobenen Daten von der Eisenbahnabteilung, die nach der jüngsten Landtagswahl aus dem Innen- und Infrastrukturministerium wieder in das Wirtschaftsministerium rückgegliedert wurde, dem Landesrechnungshof (LRH) in Speyer übergeben. Ein dort erstellter mehrseitiger Fragenkatalog zur NKU wird derzeit von den jeweils zuständigen Stellen beantwortet und soll bis Ende November dem Ministerium zur anschließenden Weitergabe an den LRH vorgelegt werden. Noch ist unklar, ob der Landesrechnungshof ergänzende Überprüfungen durch zusätzliche Planungsbüros vornehmen lässt und zu welchem Zeitpunkt eine abschließende Beurteilung vorliegt.

Ein weiteres Reaktivierungsprojekt in Rheinland-Pfalz geht mit deutlich weniger Problemen voran. Für die beabsichtigte Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der nur von Güterzügen genutzten Weststrecke in Trier fand Mitte September im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung eine ausführliche Bürgerinformation statt. Auf der 1983 für den Personenverkehr stillgelegten, rund 14 Kilometer langen zweigleisigen Strecke, sollen fünf Stationen, zwei Brücken und rund 2,1 Kilometer Gleise neu entstehen. Die Kosten für die Maßnahme werden auf rund 45 Millionen Euro geschätzt. Wenn Ende dieses Jahres die Entwurfsplanung abgeschlossen wird, soll das Planfeststellungsverfahren bis Ende 2018 erfolgen. Bei einem Baubeginn Anfang 2019 wird mit der Inbetriebnahme Ende 2020 gerechnet.

Der Verbandsdirektor des Zweckverbands SPNV-Nord, Thomas Geyer, erläuterte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass es ein mit Trier „vergleichbares Prozedere“ auch für die Reaktivierung der Aartalbahn geben wird und zwar „zeitnah vor der offiziellen Einleitung des Planfeststellungsverfahrens“. Ein Termin könne jedoch noch nicht festgelegt werden, so Geyer, da aktuell „vor dem Hintergrund der Prüfung der NKU durch den Landesrechnungshof alle Vorbereitungen auf Eis liegen“.

Für die Aartalbahn bedeutet dies weitere Verzögerungen, denn zunächst müsste einem Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen (EIU) der Zuschlag erteilt werden. In einem europaweit vom Zweckverband SPNV-Nord durchgeführten Verfahren hatten sich mehrere EIU beworben, eine Vergabe ist bis heute nicht erfolgt. Das im Auftrag der Verbandsgemeinden Diez und Hahnstätten für die Herrichtung und den Betrieb der Aartalbahn verantwortliche Unternehmen muss die Entwurfsplanungen für das Planfeststellungsverfahren vorbereiten und einreichen. Während das Land für die Trierer Strecke die erforderlichen Planungsvereinbarungen mit DB Netz und DB Station & Service unterzeichnet hat und daher die Unterlagen in Kürze eingereicht werden können, fehlen diese Vereinbarungen für den Anschluss der Aartalbahn an den Bahnhof Diez noch immer.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 21. Oktober 2016, Seite 21 (0 Views)