In Holzheim regt sich Widerstand gegen die für 2016 vorgesehene Reaktivierung der Strecke.

„Enorme Geldsummen investiert“

Als Bürger Holzheims und Anwohner dieser Bahntrasse kann ich die Vorgehensweise der Verbandsgemeinden Diez und Hahnstätten nicht verstehen. Wie kann man ein solch umfangreiches Millionenprojekt ins Rollen bringen, ohne sich auch nur die geringsten Gedanken über die damit verbundenen Folgen für die Bevölkerung zu machen.

Hier werden mit Scheuklappen vor den Augen persönliche Interessen von einigen Hobbylokführern verfolgt, und die komplette Infrastruktur bleibt unberücksichtigt.

Es gibt weder ein vernünftiges Verkehrskonzept für die ohnehin problematische Situation in Holzheim (Engstelle mit Anschluss zur Bundesstraße/neuer beschrankter Bahnübergang mit 33 Schließungen von je drei bis fünf Minuten), noch gibt es eine Lösung für die Linienbusse, die im Sommer im Halbstundentakt über den von Kleinkindern bevölkerten Rad- und Wanderweg fahren werden. Spielende Kinder mit unbeschwerten Eltern werden der Vergangenheit angehören.

Das alles sollen wir in Kauf nehmen, damit wieder leere Züge über das Gleis rollen. Dieser Wahnsinn sollte umgehend gestoppt und die Verantwortlichen in die Pflicht genommen werden. Bereits jetzt wurden enorme Geldsummen völlig sinnlos in ein totes Gleis investiert. Für diese Gelder hätte es mit Sicherheit sinnvollere Verwendungszwecke gegeben.

Volker Wöll, Holzheim

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 17. Dezember 2013, Seite 12

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