Die „Frau im Spiegel“, so der Name dieses Arrangements, muss nicht bloß aus einem tönernen Torso bestehen. Foto: Wilma Rücker

Kultur – Kirstin Toennes-Still stellt mit Gabriele Simon im Rahmen von tArt-Ort aus

Von unserer Mitarbeiterin Wilma Rücker
Die „Frau im Spiegel“, so der Name dieses Arrangements, muss nicht bloß aus einem tönernen Torso bestehen. Foto: Wilma Rücker
Die „Frau im Spiegel“, so der Name dieses Arrangements, muss nicht bloß aus einem tönernen Torso bestehen.
Foto: Wilma Rücker


Holzheim. Recht erfolgreich verlief für tArt-Ort-Neuling Kirstin Toennes-Still in Holzheim der Einstieg in die beliebte und grenzübergreifende hessische Kulturreihe. Vor vier Jahren von Kurt Bethge-Krafft ins Leben gerufen, erfreut sich das regionale Angebot vielschichtiger Kunstwerke wachsenden Zuspruchs.

Sichtlich erfreut über die interessierten Besucher zeigte sich auch die Künstlerin Kirstin Toennes-Still, die vor sechs Jahren in Holzheim gemeinsam mit ihrem Mann und Schäferhund Flora in einem alten Bauernhof Fuß gefasst hat. Ganz viele Fragen wurden an sie gerichtet, die sie gern und offen beantwortete. Sei es über den wunderschönen und herausragend restaurierten Hof, die ungewöhnlichen Ausstellungsmöglichkeiten der Kunstwerke oder über die Gemälde und figürlichen Keramiken, die hier stilvoll präsentiert wurden.

Inmitten bunt gemixter Blumenbeete in altem Basaltpflaster, entlang der historischen Haus- und Stallfront oder da, wo wahrscheinlich früher der obligatorische Misthaufen sein duftendes Dasein fristete – überall gab es ästhetische Kunstwerke vor Kletter- und Rankgewächsen zu bestaunen.

Die Hausherrin selbst, ausgebildet an der Kölner Malschule und in Bad Neuenahr, Mitglied der Lahn-Artists Limburg-Diez, begeisterte die zahlreichen, vorwiegend weiblichen Besucher mit ihren Gemälden, die zuvorderst mehrfach die vor der Haustür gelegene Burgruine Ardeck zeigten.

Auf ihrer einsamen Wanderung auf dem Jakobsweg entstanden viele ungewöhnliche Landschaften, zunächst nur im Kopf, später auf der Leinwand und manche davon in augenfälligen Großformaten.

Das Mohnfeld in Galizien, oder die weite sonnendurchflutete Landschaft Spaniens wechselten sich ab mit kühlen Farben der Gewässer Skandinaviens und Schottlands sowie den beeindruckenden Gebirgsmassiven der Schweiz.

Gabriele Simon, Keramikerin aus Mainz und inzwischen in Holzheim keine Unbekannte, rundete die tArt-Ort-Ausstellung ab mit wohlgeformten keramischen Torsen, skurrilen Elementen, Lichtbäumen, aufgebrochenen Kugeln nebst lichtdurchlässigen Fantasieformen.

Die tönerne „Frau im Spiegel“ war der Anreiz vieler Frauen, die sich neben besagtem Kunstwerk im Spiegel wiederfanden.

Stefan und Kirstin Toennes-Still nebst Hund Flora äußerten sich höchst zufrieden über den Beginn der tArt-Ort- Reihe 2014 in Holzheim, in ihrem blütenreichen gepflegtem Vorzeige-Anwesen in der „Kleinen Brunnenstraße“ 4. 

Am nächsten Wochenende (Pfingsten), von Samstag, 7., bis Montag, 9. Juni, stehen noch einmal von 11 bis 20 Uhr die Pforten offen. Der Eintritt ist frei.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 4. Juni 2014, Seite 14

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