Wie bereits im Mai diesen Jahres berichtet, wurde der bis vor ca. 35 Jahren noch als Naturdenkmal geschützte, ca. 200 Jahre alte Kastanienbaum im Holzheimer Wald, gegenüber des Börnchens, Opfer eine Sturmes. Lediglich an einer Seite des fast komplett ausgehöhlten Stammes, befand sich noch ein junger Ast, der in voller Blüte stand und dem Sturm standgehalten hatte.

Man hatte noch die Hoffnung, dass der alte Kasteneinbaum evtl. weiterleben durfte. 

Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch nach entsprechender fachkundiger Begutachtung.

Es zeugt von Weitsicht der Verantwortlichen, dass man links und rechts des alten, doch durch Stürme und Blitzeinschläge beschädigten Kastanienbaumes, im Jahre 1990, anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands, zwei junge Kastanienbäume pflanzte, die mittlerweile eine entsprechend Größe erreicht haben.

Seitens mehrerer Holzheimer Bürger, regte sich der Wunsch gegenüber dem Börnchen, einen neuen Kastanienbaum zu pflanzen.

Zunächst sollte der Reststamm der alten Kastanie ausgebaggert werden.

Dann würde aber nichts mehr an den alten Kastanienbaum erinnern, der so vielen Waldbesuchern als Ziel einer Wanderung diente.

Gerhard Ohl, auf dessen Wiesengrundstück, die Kastanienbäume stehen, hatte die Idee aus dem Reststamm eine sogenannte Baumbank zu bauen. Er schnitt den Reststamm auf eine bestimmte Höhe ab, entfernte das faule Holz aus der Mitte des Stamms und setzte in den Hohlraum ein Eichenstück ein, das dann als Rückenlehne fungiert. 

Am Sonntag, den 10. Oktober 2021 fand nun ab 11:00 h als gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Flacht/Holzheim/ Niederneisen und der Ortsgemeinde Holzheim unter Corona bedingten Maßnahmen ein Gottesdienst am Holzheimer Börnchen statt.

Es dürfte nicht so oft vorkommen, dass während eines Gottesdienstes im Freien eine Kindstaufe und ein Kastanienbaum gepflanzt werden.

In Holzheim war dies möglich. Bei strahlendem Sonnenschein und über 200 Besuchern begann der Gottesdienst um 11:00 h. Pfarrer Klaus Wallrabenstein traf die richtigen Worte und erhielt zum Schluss des Gottesdienstes mit Recht Applaus.

Die Taufe der kleinen Maryléne mit dem Börnchenwasser war sehr emotional. Die stolzen Eltern bewunderten ihre Tochter, die trotz des kalten Wassers keine Miene verzog.

Im Anschluss an die Taufe erfolgte die Pflanzung des ca. 4 m hohen Kastanienbaumes, der von einigen Holzheimer Bürgern gespendet wurde.

Nach Abschluss des Gottesdienstes begrüßte Ortsbürgermeister Werner Dittmar die Besucher, bedankte sich bei den vielen Helfern und nochmals explizit bei der Familie Ohl, dass diese ihr Wiesengrundstück für die Bepflanzung des Kastanienbaumes zur Verfügung gestellt haben.

Als „Baumpate“ erklärte sich W. Abel von der Hammermühle bereit, der sich u. a. um die Bewässerung des frisch gepflanzten Kastanienbaumes kümmern wird.

Ortsbürgermeister Dittmar bedankte sich auch bei den Jagdhornbläsern unter Leitung von K. Ochs. Die Jagdhornbläser begleiteten mit mehreren gekonnten Stücken die Veranstaltung.

Der im näheren Umfeld allseits bekannte Edwin fungierte mit seinen Helfern als Grillmeister, so dass nach dem Gottesdienst die Besucher mit Grillwurst etc. versorgt wurden. 

Für die Beschallung sorgte die Familie Enders.

Während es sich die Besucher bei Essen und Trinken gut gehen ließen, begeisterte die junge Holzheimer Tanzgruppe unter der Leitung von V. Weldert jung und alt.

Ihr Tanz unter dem Motto „Wir sind Mädchen vom Dorf“ wurde mit viel Applaus begleitet, und sie kamen um eine Zugabe nicht herum.

Alles in allem war dies eine gelungene Veranstaltung bei traumhaftem Wetter, die so geg. 16:00 h endete.

Für die Ortsgemeinde Holzheim und für d. R.d.A. Karl August Meyer (064321782 oder 01782963501)

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