Der „Verein Jugend und Brauchtum Holzheim“ feiert runden Geburtstag – Damals als „Kirmesgesellschaft“ gegründet

HOLZHEIM. Der „Verein Jugend und Brauchtum Holzheim“ wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Während manch einer dies gleich zum Anlass für eine riesen Sause nimmt, zeigen sich die Verantwortlichen des Holzheimer Vereins eher bescheiden. „Wir machen gemeinsam mit den Mitgliedern einen Ausflug“, so die Vorsitzende Sabrina Strauch und Geschäftsführer Björn Fetter. Eine große GeburtstagsFete ist nicht geplant. Viel lieber setzen sich die mittlerweile 74 Mitglieder weiterhin für die Ideale ein, die sich der Verein seit nunmehr einem Jahrzehnt auf die Fahne geschrieben hat: die Förderung und Unterstützung der Jugend und des Brauchtums.

1994 wurde der Verein gegründet, damals noch unter seinem alten Namen „Kirmesgesellschaft Holzheim“. Ziel der damals neun Gründungsmitglieder des Kirmesjahrganges 1993/94 war es in erster Linie, das Jugendtum zu pflegen. „Und das ist als e.V. – also als eingetragener Verein – nun mal einfacher, statt als normale Kirmesgesellschaft“, so Björn Fetter über die Anfänge. In den ersten Jahren lag das Hauptaugenmerk vor allem auf der Kirmes. Tatkräftig unterstützt man die Veranstalter, den MGV und den TuS, bei der Ausrichtung, organisiert zum Beispiel die Verlosung und sorgt für genügend Kirmesburschen. „Ein nicht immer ganz leichtes Unterfangen“, sagt Sabrina Strauch, die im vergangenen Jahr den langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründer Mike Fetter an der Vereinsspitze ablöste. Die Zeiten, in denen aus einem Jahrgang genügend Jugendliche da sind, um die Kirmesburschen zu stellen, sind längst vorbei. „Wir mobilisieren oft Leute aus mehreren Jahrgängen, viele waren sogar schon mal Kirmesburschen“, berichtet die Vorsitzende weiter.

Berichteten im Rahmen von „RLZ vor Ort“ über die Aktivitäten des „Vereins Jugend und Brauchtum Holzheim“: Geschäftsführer Björn Fetter und die Vorsitzende Sabrina Strauch. Der Verein wird in diesem Jahr zehn Jahre alt.
Foto: Uli Pohl


Vor rund vier Jahren entschloss sich der Vorstand, die Gemeinnützigkeit zu beantragen. Insbesondere im Hinblick auf die geplante Einrichtung eines Jugend- und Freizeitzentrums hielt es die Vereinsführung für notwendig, die Vereinsstrukturen den Anforderungen anzupassen. Eine neue Satzung wurde entworfen und die Kirmesgesellschaft Holzheim erhielt einen neuen Namen: „Verein Jugend und Brauchtum Holzheim“.

Doch der Traum vom eigenen Jugendraum schien zunächst zu platzen, als das Vorhaben, in der ehemaligen Pumpenstation einzuziehen, scheiterte. 2002 dann aber doch das Happy End: ein ehemaliges Lebensmittelgeschäft wurde angemietet und zum Vereinsheim, beziehungsweise Jugendraum umfunktioniert. Zweimal die Woche stehen die Räumlichkeiten nun der Holzheimer Jugend zur Verfügung. Montags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 14 Uhr ist das Vereinsheim fest in der Hand der Kinder und Jugendlichen, die sich die Zeit mit Musikhören, Dartspielen oder Kickern vertreiben.

„Die Einrichtung wird sehr gut angenommen. Mal kommen mehr, mal weniger, aber so um die zehn Jugendliche sind immer da“, so Björn Fetter. Aber nicht nur durch den Jugendraum profitiert der Holzheimer Nachwuchs vom „Verein Jugend und Brauchtum“. Im Laufe der Jahre hat der engagierte Verein schon so manchen Erfolg zum Wohle der Jugend verbuchen können. Das reicht von der Anbringung eines Basketballkorbes am Spielplatz, über Bücher- und CD-Spenden an die Gemeindebücherei, bis hin zur Anschaffung einer Tischtennisplatte. Ein Großteil der Erlöses stammt unter anderem aus der „Tanz in den Mai“- Veranstaltung, zu der der Verein alljährlich in die Ardeckhalle einlädt. (hp)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 28. September 2004, Seite 19

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