Sinija Richter begeisterte an der Harfe.Foto: Sigrid Baumann

Hilfe – Benefizaktion bringt 1800 Euro für den Holzheimer Partnerdistrikt in Ruanda

Von unserer Mitarbeiterin Sigrid Baumann 
Sinija Richter begeisterte an der Harfe.Foto: Sigrid Baumann
Sinija Richter begeisterte an der Harfe.
Foto: Sigrid Baumann


Flacht/Holzheim. Traditionell findet seit Jahren ein Benefizkonzert der Ruandahilfe Holzheim statt, bei dem in der evangelischen Kirche in Flacht ein vielseitiges musikalisches Programm auf hohem Niveau geboten wurde. Den stimmungsvollen Einstieg in den Abend bot das Jugendorchester Dauborn unter der Leitung von Dieter Weck mit „O Heiland reiß die Himmel auf“. Das Lied entspricht der barocktypischen Art der Sehnsucht nach dem Erlöser und drückte adventliche Vorfreude aus.

Der Ruandabeauftragte Helmut Weimar unterstrich in seiner Begrüßung noch einmal die Notwendigkeit der Hilfe für das afrikanische Land, für die sich die Ortsgemeinde Holzheim besonders engagiert. Er rief in Erinnerung, dass es das Ziel sei, den Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt, im ostafrikanischen Ruanda, zu helfen, die Armut zu bekämpfen und die Globalisierung gerechter zu gestalten. Der damalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Bernhard Vogel gründete im Jahre 1982 die Länderpartnerschaft.

Helmut Weimar konnte zu diesem Benefizkonzert viele Ehrengäste begrüßen. Von der nach ihm benannten Ruandastiftung, begrüßte er das Stiftungsehepaar Theo und Inge Zwanziger. Weiter Landrat Frank Puchtler, MdL Matthias Lammert, den Bürgermeister der VG Diez, Franz Klöckner, Holzheims Ortsbürgermeister Werner Dittmar, die beiden Beigeordneten Karl August Meyer und Gerhard Ohl, sowie die Leiterin der Realschule plus Hahnstätten, Jutta Gerhardt.

Den traditionellen Friedensruf der Zulu aus Afrika, „Hambani kahle“ trug der Chor der Realschule plus Hahnstätten mit jugendlichen frischen Stimmen unter der Leitung von Dieter Wick vor und – um in Südafrika zu bleiben – es folgte der traditionelle Gesang „Uyingcwele baba.“ Zum ersten Mal kam dann die Kreismusikschule Rhein-Lahn (Leitung Elvira Ivanchov) instrumental mit dem „Allegretto“ von Anton Diabelli mit Lukas Missigbrodt, Klavier, und Lisa Vogt, Querflöte, eindrucksvoll zu einem Auftritt.

Sinija Richter erfreute die Zuhörer mit der Harfe mit „A moorish garden“ von Nancy Gustavsson und mit „Where do I begin“ aus dem Film Love Story. „Gemeinsam sind wir stark“ bekundeten die Holzheimer Schoppensänger unter der Leitung von Roland Röhlich. „My way“ ist durch Frank Sinatra unsterblich geworden und bereicherte auch in Flacht mit den Solisten Frank Bapst und Gerhard Kraus das Programm.

„Vater unser“ brachte eine weitere besinnliche und nachdenkliche Note in den voradventlichen Abend. In die Zeit des Barock wurden die Zuhörer mit dem „Andante“ von Georg Friedrich Händel durch Valeria Feldmann (Geige) und Elvira Ivanchov (Klavier) geführt.

Die unterschiedlichsten Darbietungen machten den Reiz des Benefizkonzertes aus und schon war das Jugendblasorchester Dauborn an der Reihe. In die Alpenregion ging ihre musikalische Reise mit dem „Adventsjodler.“ Die Reise führte auch nach Russland mit den Holzheimer Schoppensängern und dem russischen Kirchengesang „Tebja Pojem“. Anrührend und nachdenklich erschien „Die Rose“, doch eben noch emotional geladen, klatschen alle Zuhörer mit, als es hieß „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“.

Die Kreismusikschule hat viele begabte Schüler, dazu gehören auch Veronika Bindewald (Geige) und Jerome Stephan (Klavier), von denen man „O du fröhliche“, eine Weise aus Sizilien hörte, am Klavier begleitet von Elvira Ivanchov. Auch die solistische Seite durfte nicht zu kurz kommen und so erfreute die sympathische Sopranistin Rebecca Laux mit ihrer schönen Stimme die Gäste in der Kirche mit „O holy night“ und dem jauchzenden „Tochter Zion“. Ausgezeichnet auf mehreren Wettbewerben überzeugte der Chor Laudate Oberneisen unter der Leitung von Eberhard Biebricher die Besucher mit dem Spiritual „Hear my prayer“ von Moses Hogan.

Es ging weiter mit „Shenendoah“ und dem ältesten überlieferten Bibelspruch „Blessing of Aaron“ von Norman Ramsey und Walter Rodby. Rockig wurde es mit dem Stück „Engel“ von der Gruppe Rammstein. Mit dem schönen „Halleluja“ von Leonard Cohen ging ein beeindruckendes Benefizkonzert mit dem Segen von Pfarrerin Esther Reininghaus-Cremers und Pfarrer Daniel Cremers zu Ende. Die Spende in Höhe von 1800 Euro wird für die Renovierung der Primarschule Nyiragikokora in der Partnergemeinde Rambura eingesetzt. Die Schule soll mit neuen Möbeln ausgestattet werden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 1. Dezember 2014, Seite 12

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