Gutes Auge und ruhige Hand bewiesen

Holzheimer Schützen fiebern schon jetzt ihrem großen Jubiläum in drei Jahren entgegen

HOLZHEIM. Eine ruhige Hand und ein gutes Auge zeichnen erfolgreiche Schützen aus. Beides stellten die Aktiven des Holzheimer Schützenvereins im vergangenen Jahr eindrucksvoll unter Beweis. Nicht nur, dass sie auf Kreisebene in Gruppe I den ersten Platz belegten, stellten sie mit Thomas Fischer gleichzeitig auch den besten Schützen der Saison 2003/04.

Zwei Luftpistolen- und zwei Gewehrmannschaften gehen derzeit für den Schützenverein Holzheim an den Start. Alle vier auf Kreisebene. 20 der insgesamt 48 Mitglieder des 1957 gegründeten Vereins stehen aktiv an der Schießbahn. Trainiert wird immer donnerstags ab 19 Uhr sowie sonntags ab 10 Uhr. Hinzu kommen noch rund zehn Nachwuchsschützen. „Derzeit besteht ein doch recht reges Interesse der Jugend“, freuen sich der Vorsitzende Thomas Walter und Sportleiter Herbert Fischer. Im Nachwuchsbereich stellen die Holzheimer je ein Luftgewehr- und ein Luftpistolen- Team. Die 15- bis 17Jährigen sind ebenfalls auf Kreisbene aktiv.

Sportleiter Herbert Fischer (links) und Schützen-Vorsitzender Thomas Walter freuen sich auf das Jubiläum.  Fotos: Pohl
Sportleiter Herbert Fischer (links) und Schützen-Vorsitzender Thomas Walter freuen sich auf das Jubiläum.
Foto: Pohl


Über fünf Luftgewehr- Stände verfügt das Schützenhaus nahe der Hammermühle. „Es gab auch mal drei KleinkaliberStände, die mussten aber schon vor Jahren geschlossen werden“, bedauert Thomas Walter. Der Schießstand inklusive Vereinsheim ist der ganze Stolz der Schützen. „1996 wurde der Stand generalüberholt“, berichtet der Vorsitzende. Das Dach wurde damals von den Mitgliedern neu gedeckt und das Mauerwerk in Massivbauweise errichtet.

Im Jahr 2000 sei überdies die Zufahrt neu gemacht worden. Die Holzheimer Schützen sind eben nicht nur treffsicher, sondern auch sehr engagiert. Dies werden sie auch demnächst wieder beweisen müssen: Das Schützenhaus soll endlich einen eigenen Wasseranschluss bekommen. „Die Genehmigung dafür ist kürzlich eingegangen“, so Walter. Jetzt sollen im kommenden Frühjahr in Eigenleistung die Leitungen verlegt werden. „Außerdem wollen wir auch den Gemeinschaftsraum erneuern“, fügt der Vorsitzende an und weist bereits auf das Jahr 2007 hin: „Schließlich wollen wir für unser Jubiläum gewappnet sein.“ (hp)

Am Samstag, 2. Oktober, lädt der Schützenverein wieder zu seinem traditionellen Königsschießen ein. Los geht’s um 19 Uhr im Schützenhaus.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 29. September 2004, Seite 20

Seit zehn Jahren zum Wohle der Jugend im Einsatz

Der „Verein Jugend und Brauchtum Holzheim“ feiert runden Geburtstag – Damals als „Kirmesgesellschaft“ gegründet

HOLZHEIM. Der „Verein Jugend und Brauchtum Holzheim“ wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Während manch einer dies gleich zum Anlass für eine riesen Sause nimmt, zeigen sich die Verantwortlichen des Holzheimer Vereins eher bescheiden. „Wir machen gemeinsam mit den Mitgliedern einen Ausflug“, so die Vorsitzende Sabrina Strauch und Geschäftsführer Björn Fetter. Eine große GeburtstagsFete ist nicht geplant. Viel lieber setzen sich die mittlerweile 74 Mitglieder weiterhin für die Ideale ein, die sich der Verein seit nunmehr einem Jahrzehnt auf die Fahne geschrieben hat: die Förderung und Unterstützung der Jugend und des Brauchtums.

1994 wurde der Verein gegründet, damals noch unter seinem alten Namen „Kirmesgesellschaft Holzheim“. Ziel der damals neun Gründungsmitglieder des Kirmesjahrganges 1993/94 war es in erster Linie, das Jugendtum zu pflegen. „Und das ist als e.V. – also als eingetragener Verein – nun mal einfacher, statt als normale Kirmesgesellschaft“, so Björn Fetter über die Anfänge. In den ersten Jahren lag das Hauptaugenmerk vor allem auf der Kirmes. Tatkräftig unterstützt man die Veranstalter, den MGV und den TuS, bei der Ausrichtung, organisiert zum Beispiel die Verlosung und sorgt für genügend Kirmesburschen. „Ein nicht immer ganz leichtes Unterfangen“, sagt Sabrina Strauch, die im vergangenen Jahr den langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründer Mike Fetter an der Vereinsspitze ablöste. Die Zeiten, in denen aus einem Jahrgang genügend Jugendliche da sind, um die Kirmesburschen zu stellen, sind längst vorbei. „Wir mobilisieren oft Leute aus mehreren Jahrgängen, viele waren sogar schon mal Kirmesburschen“, berichtet die Vorsitzende weiter.

Berichteten im Rahmen von „RLZ vor Ort“ über die Aktivitäten des „Vereins Jugend und Brauchtum Holzheim“: Geschäftsführer Björn Fetter und die Vorsitzende Sabrina Strauch. Der Verein wird in diesem Jahr zehn Jahre alt.
Foto: Uli Pohl


Vor rund vier Jahren entschloss sich der Vorstand, die Gemeinnützigkeit zu beantragen. Insbesondere im Hinblick auf die geplante Einrichtung eines Jugend- und Freizeitzentrums hielt es die Vereinsführung für notwendig, die Vereinsstrukturen den Anforderungen anzupassen. Eine neue Satzung wurde entworfen und die Kirmesgesellschaft Holzheim erhielt einen neuen Namen: „Verein Jugend und Brauchtum Holzheim“.

Doch der Traum vom eigenen Jugendraum schien zunächst zu platzen, als das Vorhaben, in der ehemaligen Pumpenstation einzuziehen, scheiterte. 2002 dann aber doch das Happy End: ein ehemaliges Lebensmittelgeschäft wurde angemietet und zum Vereinsheim, beziehungsweise Jugendraum umfunktioniert. Zweimal die Woche stehen die Räumlichkeiten nun der Holzheimer Jugend zur Verfügung. Montags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 14 Uhr ist das Vereinsheim fest in der Hand der Kinder und Jugendlichen, die sich die Zeit mit Musikhören, Dartspielen oder Kickern vertreiben.

„Die Einrichtung wird sehr gut angenommen. Mal kommen mehr, mal weniger, aber so um die zehn Jugendliche sind immer da“, so Björn Fetter. Aber nicht nur durch den Jugendraum profitiert der Holzheimer Nachwuchs vom „Verein Jugend und Brauchtum“. Im Laufe der Jahre hat der engagierte Verein schon so manchen Erfolg zum Wohle der Jugend verbuchen können. Das reicht von der Anbringung eines Basketballkorbes am Spielplatz, über Bücher- und CD-Spenden an die Gemeindebücherei, bis hin zur Anschaffung einer Tischtennisplatte. Ein Großteil der Erlöses stammt unter anderem aus der „Tanz in den Mai“- Veranstaltung, zu der der Verein alljährlich in die Ardeckhalle einlädt. (hp)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 28. September 2004, Seite 19

Sogar schon mit „DJ Ötzi“ getanzt

Eigentlich nur für einen Geburtstag geplant

HOLZHEIM. Eigentlich ist Helmut Weimar an allem schuld. Anlässlich des 60. Geburtstages des ehemaligen Holzheimer Ortschefs wurde vor gut fünf Jahren die Gesangs- und Tanzgruppe „Dream Team“ ins Leben gerufen. Im Anschluss stellte die Truppe ihr Können noch bei weiteren Auftritten unter Beweis und erntete stetig größeres Lob. Die positive Resonanz aus dem Umfeld war dann auch maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Akteure sich im Jahr 2000 entschlossen, das „Dream Team“ ganz offiziell zu gründen. Allerdings wurde der gesangliche Teil gestrichen, und man wollte sich vermehrt auf die Tanzdarbietungen konzentrieren. Aus den ursprünglich fünf aktiven Mitgliedern wurden mittlerweile zehn Tänzerinnen und Tänzer.

Vorsitzender der Gruppe ist Klaus Birlenbach. Für die Technik zeichnet Klaus Jäger verantwortlich, und als Betreuer fungiert Andreas Lenhardt. Mara Lenhardt sorgt als Trainerin für die richtige Choreographie, während Inge Diefenbach die Gruppe mit ihren schönen Kostümen ausstattet. Getanzt wird bei Festlichkeiten aller Art, auch bei Fastnachtsveranstaltungen und bei Tanzwettbewerben ist das „Dream Team“ vertreten. Nicht nur in ihrer Heimatgemeinde Holzheim ist die Truppe ein gern gesehener Gast, auch Einladungen benachbarter Gemeinden sind längst keine Seltenheit.

Bisherige Höhepunkte in der noch jungen Vereinsgeschichte waren unter anderem der Auftritt mit einem Double von DJ Ötzi in Iserlohn sowie der Besuch in der Partnerstadt Holzheims in Mönkeberg anlässlich des 20jährigen Bestehens der Partnerschaft. (sgb)

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 25. September 2004, Seite 13

Zum Glück nicht oft im Einsatz

Auch ohne große Brände macht die Holzheimer Wehr von sich reden

HOLZHEIM. Am besten ist es, wenn man nichts zu tun hat. Eine Aussage, über die sich wohl jede Feuerwehr freuen dürfte. Für die Brandbekämpfer aus Holzheim gehört der Satz seit längerem zum Alltag. Glücklicherweise. „Wirklich große Einsätze hatten wir in den vergangenen Jahren Gott sei Dank keine“, berichtet Wehrführer Dirk Weber. „Der letzte liegt rund zehn Jahre zurück“, fügt der Ehrenvorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Holzheim, Arno Fetter, hinzu. Was nicht heißen soll, dass die Holzheimer Feuerwehrleute weniger aktiv sind als andere. Ganz im Gegenteil.

Sind froh, wenn die Alarmsirenen in Holzheim auch weiterhin stumm bleiben: Die aktiven Feuerwehrfrauen und -männer um Wehrführer Dirk Weber (dritter von rechts) und den Ehrenvorsitzenden Arno Fetter (zweiter von links). Foto: Uli Pohl
Sind froh, wenn die Alarmsirenen in Holzheim auch weiterhin stumm bleiben: Die aktiven Feuerwehrfrauen und -männer um Wehrführer Dirk Weber (dritter von rechts) und den Ehrenvorsitzenden Arno Fetter (zweiter von links). Foto: Uli Pohl

Bei der traditionellen Abnahme der Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold, gibt es wohl keine andere Wehr im gesamten Kreis, die den Holzheimern das Wasser reichen könnte. „Wir haben seit 1982 insgesamt rund 200 Abzeichen geholt. Mehr hat im gesamten Rhein- Lahn-Kreis keine Feuerwehr vorzuweisen“, berichtet Fetter stolz. Nicht minder erfolgreich sind die Holzheimer „Feuerengel“ bei den ebenfalls regelmäßig abgehaltenen Geschicklichkeitsprüfungen für Einsatzfahrer.

„Seit 1985 ist auch da immer mindestens einer unserer Leute ganz vorne mit dabei“, berichtet Dirk Weber und hebt insbesondere Thorsten Koch hervor: „Der gewinnt fast immer“. Obwohl die Holzheimer selbst nur im Besitz eines TSF, also eines Tragkraftspritzenfahrzeuges sind, nehmen sie meist sowohl in der TSF-, als auch in der TLF-Klasse (Tanklöschfahrzeug) teil. Die Freiwillige Feuerwehr aus der Aargemeinde stellte sogar schon den Kreismeister und fuhr im Landesentscheid mit.


Nicht nur Feuerwehrmänner

Seit 1963 hat die Ortsgemeinde Holzheim eigene Brandbekämpfer. Heute zählt die Freiwillige Feuerwehr insgesamt 280 Mitglieder. Wehrführer ist Dirk Weber, Michael Reusch dessen Stellvertreter. Unter den 35 aktiven Wehrleuten sind allein sechs Frauen. „Es waren allerdings auch schon mehr“, bedauert Viola Backhausen den weiblichen Rückgang. „Die Frauengruppe besteht seit 1992. Wir üben separat, müssen aber das gleiche leisten wie die Männer“, so die Feuerwehrfrau. Die Jugendfeuerwehr wurde 1979 gegründet und zählt derzeit 18 Nachwuchskräfte. (hp)


Doch auch außerhalb von TSF, TLF und Gerätehaus sind die Floriansjünger engagiert und nur schwer aus dem Dorfgeschehen wegzudenken. Allein in der „fünften Jahreszeit“ ginge ohne sie nichts, veranstaltet die Wehr mit Kinderkappensitzung, Maskenball und Rosenmontagsball immerhin gleich drei närrische Höhepunkte der Holzheimer Fastnacht. Ebenfalls einen festen Platz im alljährlichen Veranstaltungskalender haben das Fußballturnier sowie der Grillabend.

Überdies betreiben die Wehrleute seit rund 20 Jahren eine intensive Pflege der freundschaftlichen Kontakte mit der Holzheimer Partnergemeinde Mönkeberg bei Kiel. „Dies geschieht in erster Linie in Form von Besuchen und Gegenbesuchen“, so Wehrführer Dirk Weber.

Nicht weniger aktiv und engagiert ist auch der FeuerwehrNachwuchs der Aargemeinde. Unter anderem zeichnen die 10- bis 15Jährigen für den „Ökotag“ verantwortlich, an dem sie die Umgebung von sämtlichem Unrat säubern. Ebenfalls in den Händen der Jugendfeuerwehr liegt das alljährliche Weihnachtsbaum- Einsammeln. Und auch an verschiedenen Feuerwehr- Wettkämpfen sowie Fußballturnieren nehmen die Jungen und Mädchen regelmäßig teil. „In diesem Jahr konnten wir sogar den VerbandsgemeindeWettkampf gewinnen“, so Bodo Kerberger, der in Holzheim unter anderem für die Jugendfeuerwehrausbildung zuständig ist.

Zu einer festen Einrichtung könnte künftig die Aktion „Branderziehung“ werden, die in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit der Bücherei angeboten wurde. „Anschließend konnten wir gleich vier neue Nachwuchskräfte verbuchen“, berichtet Weber vom Erfolg der Veranstaltung. Bleibt zu hoffen, dass die Alarmsirenen in Holzheim auch weiterhin stumm bleiben und die positiven Nachrichten der Floriansjünger lediglich auf gewonnene Wettkämpfe und neuen Nachwuchs zurückzuführen sind. 

Holger Pöritzsch
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 24. September 2004, Seite 19

Viel für Jugend geleistet

Seit Jahren Treffpunkt für die Heranwachsenden in der Grafenstadt – Förderverein blickt auf erfolgreiches Jahrzehnt zurück – Arbeit der Leiter und der Ehrenamtlichen gelobt

Jeden Tag treffen sich rund 40 Jungs und Mädchen im JuZ – Verein feiert sein Bestehen

Am Dienstag gab’s im Jugendzentrum was zu feiern: Seit zehn Jahren besteht mittlerweile der Förderverein des Diezer Jugendzentrums. Alle Mitarbeiter, Helfer, der Vorstand sowie junge Leute aus dem Zentrum versammelten sich und feierten gemeinsam das Jubiläum und damit die erfolgreich verlaufene Arbeit.

DIEZ. Kein Treffpunkt für junge Leute – so hatte es in der Grafenstadt vor vielen Jahren ausgesehen. Eine Gruppe engagierter Bürger setzte sich aber vehement dafür ein, dass ein Ort für Jugendliche geschaffen wurde und gründeten einen Förderverein. Vor sieben Jahren wurde dann schließlich in einem früheren Kasernengebäude im WilhelmvonNassauPark das Jugendzentrum eröffnet, in dem die Jungen und Mädchen genügend Raum für ihre Entwicklung zur Verfügung gestellt bekommen. „Das Gebäude wird jeden Tag von zirka 30 bis 40 Jugendlichen besucht. Außerdem bieten die Mitarbeiter den Jugendlichen immer wieder verschiedene Veranstaltungen an“, erzählt die Vorsitzende des Fördervereins, Britta Bodewing.

Schwungvoller Break-Dance stand im Mittelpunkt der Feiern zum zehnjährigen Bestehen des Fördervereins für das Diezer Jugendzentrum.  Foto: Carolin Bingel
Schwungvoller Break-Dance stand im Mittelpunkt der Feiern zum zehnjährigen Bestehen des Fördervereins für das Diezer Jugendzentrum. Foto: Carolin Bingel


Mit dem Jugendzentrum wurde in Diez eine Begegnungsstätte für Jugendliche aus allen sozialen Schichten geschaffen. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Pädagogen, die im Jugendzentrum super Arbeit machen, wäre das Jugendzentrum nie so erfolgreich geworden“, lobt die Vorsitzende das Engagement aller Helfer und der ehrenamtlichen Mitarbeiter.


Viel Geld für das JuZ gesammelt

Beim Spendenlauf waren folgende Läufer ganz besonders erfolgreich:

  • Annette Fassbender: 60 Runden

  • Andreas Schunk: 55 Runden

  • Vllasum Gashi: 51 Runden

  • Jana Fassbender: 50 Runden

  • Holger Fassbender: 55 Runden

  • Philipp Bodewing: 45 Runden

Den Rundenrekord stellte Holger Sell, der von der Kirchengemeinde St. Peter gesponsert wurde, mit 70 Runden auf.
Die Familie Fassbender, die von der Volksbank unterstützt wurde, lief insgesamt 171 Runden.
Paul Möhler brachte 500 Euro und Stefanie Roth 387 Euro für die Kasse des Jugendzentrums ein.


Ihr Dank galt vor allem Dirk Heuser, dem ersten pädagogischen Leiter des Jugendzentrums, sowie dessen Nachfolger Thomas Konschak. Auch Stefanie Roth, die für die Mädchen im Jugendzentrum zuständig ist, leistet in den Augen der FördervereinsChefin hervorragende Arbeit. Bodewing unterstrich auch die wichtige Rolle der Verbandsgemeinde. Neben dem erheblichen Haushaltsbetrag, den die Gebietskörperschaft zur Verfügung stellt, unterstützt die Verwaltung das Jugendzentrum auch sonst in allen Belangen. Jüngst gab es sogar einen neuen Kicker fürs Jugendzentrum. Besonders hat es auch alle Helfer des Jugendzentrums gefreut, dass bei dem Spendenlauf am Wochenende so viel Geld in die Kasse geflossen ist. Über 4300 Euro sammelten die Läufer mit den jeweiligen Sponsoren für den guten Zweck ein.

Krönung der Jubiläumsfeier: Mädels aus dem Jugendzentrum hatten einen Tanz einstudiert und führten ihn gekonnt vor. Auch die Jungs zeigten, was sie drauf haben: Mit gewagten BreakDance- Einlagen begeisterten sie das Publikum.

Carolin Bingel
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 23. September 2004, Seite 16

39 Mädchen und ein einziger Junge

TanzCorps GrünBlau: Viele Erfolge errungen

HOLZHEIM. Erst 1999 wurde das TanzCorps GrünBlau Holzheim gegründet – und kann bereits auf eine lange Reihe siegreich bestrittener Wettbewerbe blicken. „2001 wurden wir NordrheinWestfalenMeister, 2003 schafften wir den Titel des Rheinland- PfalzMeisters“, berichtet die Leiterin Silvia Hofmann. Auch bei Festen und Partys in der Region sind die Tänzerinnen aktiv. Dominik Wagner ist einziges männliches TC- Mitglied.

Und das mit genauso viel Erfolg wie die Tänzerinnen: Vor kurzem ist das TanzCorps Hessenmeister geworden. Johanna Rudolf errang den ersten Platz (Solo), Dominik Wagner einen zweiten Rang. Beide traten bei den Junioren an. Bei den Kindern schaffte Britta Müller Rang eins, Lea Fischer kam auf den dritten Platz. „Im Garde- und Showtanz errangen unsere Junioren ein ersten Platz“, freut sich Silvia Hofmann.

Viele Mädchen und ein Junge haben für das Tanz-Corps Grün-Blau zahlreiche Erfolge errungen, darunter Hessen-, Rheinland-Pfalz- und NRW-Meister-Titel.
Viele Mädchen und ein Junge haben für das Tanz-Corps Grün-Blau zahlreiche Erfolge errungen, darunter Hessen-, Rheinland-Pfalz- und NRW-Meister-Titel.


Aufgeteilt sind die jungen Tanzsportler von GrünBlau in die Kategorien Kinder (sechs bis zehn Jahre), Junioren (11 bis 15) und Senioren (ab 15). Zu den Übungen treffen sich die Tänzer dienstags und donnerstags von 15.30 bis 19.30 Uhr in der Ardeckhalle.

Mehr Infos gibt’s bei Silvia Hofmann unter Telefon 06432/80 05 48.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 23. September 2004, Seite 16

Information im Morgengrauen

RLZ vor dem Frühstück verteilen – Anschließend Plätze im Ort säubern

Für die RLZ-Leser beendet Walter Klapper aus Holzheim schon morgens früh um halb drei seine Nachtruhe. Bis fünf Uhr haben die Zeitungshungrigen des Ortes ihre Geistesnahrung auf dem Kaffeetisch.

Denn, so Walter Klapper: „Die meisten Leser wollen vor dem Weg zur Arbeit über das Wichtigste informiert sein“. Es macht dem agilen Zusteller der RLZ, der inzwischen 66 Jahre alt ist, gar nichts aus, denn über 40 Jahre hat er Schichtarbeit in den Buderus’schen Eisenwerken in Staffel geleistet. Er braucht keinen Wecker zu stellen, denn, „das ist noch heute meine innere Uhr, die sich nicht so einfach abstellen lässt“.

Er ist bei jedem Wetter für die RLZ in Holzheim unterwegs: Zeitungszusteller Walter Klapper.
Er ist bei jedem Wetter für die RLZ in Holzheim unterwegs: Zeitungszusteller Walter Klapper.


Die Frühschicht hat er auch nach drei Jahren Rente beibehalten. Seit drei Jahren ist er auch gleich nach dem Anliefern der druckfrischen RLZ mit seinen 125 Zeitungen im Dorf unterwegs. Nach zwei Stunden Dienst am Leser (Frühschicht) – manchmal begleitet von seinem Hund – erlaubt er sich noch mal ein kurzes Schläfchen. Aber die nächste Pflicht, die nach ihm ruft, lässt ihn nicht lange ruhen.

Walter Klapper kümmert sich in der Gemeinde noch um Vielerlei: Die nächste Aufgabe ist seine Arbeit für die Allgemeinheit. Spielplätze säubern, um die Ardeckhalle und an der Brücke kehren, das Bushäuschen sauber halten, Hecken schneiden und den Friedhof von Laub und Unkraut befreien – damit wird Walter Klappers Tag ausgefüllt. Sein reges Interesse und sein geschultes Auge für anfallende Arbeiten machen Walter Klapper in Holzheim unentbehrlich.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 23. September 2004, Seite 16

Gesang nach 127 Jahren vor dem Aus?

Der MGV „Eintracht“ Holzheim sucht nach neuen Mitgliedern – Modernes Liedgut und Tradition

Vor zwei Jahren feierte der älteste Verein aus Holzheim, der traditionsreiche Männergesangverein „Eintracht“, 125jähriges Bestehen und das 10. Jubiläum des zu ihm gehörenden Kinder- und Jugendchors. Im gleichen Jahr schlossen sich der Niederneisener und der Holzheimer Kinderchor zusammen, um wieder auf „stabileren Füßen“ stehen zu können.

Jeden Montagnachmittag proben etwa 30 Kinder ab sechs Jahren unter der Leitung von Matthias Böcher. Der Raum wechselt alle drei Monate zwischen der ArdeckHalle in Holzheim und der Grundschule in Niederneisen, damit keine Gemeinde benachteiligt wird. Doch aus Holzheim sind nur fünf Nachwuchssänger vertreten, was den Vorsitzenden Werner Becker traurig macht: „Das Interesse am Singen hat bei uns im Ort leider nachgelassen.“ Bei den Erwachsenen herrscht dasselbe Problem, dem Verein fehlt es an aktiven Mitgliedern. Auch wenn die 18 Sänger mit Spaß und Freude mittwochabends ins Lokal Ebel zur Probe kommen, ist das Fortbestehen des Vereins noch ungewiss. Die Zahl der aktiven Mitglieder ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, ältere Sänger schieden aus, die nachkommenden konnten diesen Verlust nicht mehr auffangen.

„Solange noch ein Stimmenausgleich besteht, können wir den Chor erhalten, aber sobald eine ausfällt, geht es nicht mehr“, erklärte der erste Schriftführer Frank Bapst mit Bedauern. Da die Herren den traditionsreichen Verein nicht einfach aufgeben wollen, haben sie für die kommenden Wochen eine Werbeaktion im Ort geplant. Sie wollen jede männliche Person mittleren Alters persönlich ansprechen und auch die Kinder wieder mehr für Musik begeistern.

Dabei ist es dem MGV „Eintracht“ besonders wichtig, sich von dem Klischee eines langweiligen und altertümlichen Chores zu entfernen. Sein junger Chorleiter Matthias Böcher studiert mit ihnen auch moderne Schlager wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ ein. Auch wenn sie das Traditionsliedgut weiter erhalten und pflegen wollen, handelt es sich bei ihnen nicht um steifen Chorgesang, sondern besonders um Geselligkeit und Freude am Singen.

„Mit den moderneren Stücken streben wir keine grundsätzliche Kehrtwende unserer Traditionen an, sondern wollen für ein abwechslungsreicheres Programm sorgen“, erklärte Werner Becker. Das Gemeindeleben in Holzheim ist ohne den MGV „Eintracht“ eigentlich unvorstellbar, denn bei Veranstaltungen im Ort wird die Mitwirkung des Chores als selbstverständlich angesehen. „Auch wenn es mal ums Anpacken ging, war der MGV immer präsent, daher ist es um so bedauerlicher, dass uns jetzt die Resonanz aus dem Ort fehlt“, fügte Frank Bapst bedrückt hinzu. „Es wäre zu schade, wenn einer der ältesten Kulturträger im Ort altersbedingt aufhören müsste“.

Bapst meint, fünf bis zehn neue Mitglieder würden den Verein einen weiten Schritt nach vorne bringen; doch es ist schwierig, Menschen für den Chorgesang zu begeistern. Aber trotz der schlechten Situation legen die Sänger nicht ihre Hände in den Schoß. Erst vergangenen Samstag hatten sie einen Auftritt in Holzheim bei Neuss, wo der „Holzheimer Steingarten“ eingeweiht wurde und 14 von 21 weiteren HolzheimGemeinden aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz anwesend waren. Solange es musikalisch geht, wollen sie weiter singen und sich für ihren Verein engagieren.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 23. September 2004, Seite 16

Lehrgarten ist ganzer Stolz

Holzheimer Obst- und Gartenbauverein ist bereits seit 1934 engagiert und zählt heute 144 Mitglieder

Der Obst- und Gartenbauverein Holzheim hat so einiges aufzuweisen: 144 Mitglieder, regelmäßige Veranstaltungen und, und, und. Der ganze Stolz des Vereins aber ist zweifelsohne der eigene Lehrgarten.

HOLZHEIM. „Die Förderung des landwirtschaftlichen und nebenerwerbsmäßigen Obst- und Gartenbaus und der Gartenkultur sowie die Verarbeitung, beziehungsweise Verwertung der Erzeugnisse durch den freien Zusammenschluss aller an diesen Fragen interessierten Mitglieder“, ist das Ziel des Holzheimer Obst- und Gartenbauvereins. So jedenfalls steht es in der Satzung. Und so wird es auch vorgelebt, von den insgesamt 144 rührigen Mitgliedern (darunter auch fünf Kinder) des bereits 1934 gegründeten Vereins. Von den damaligen Gründungsmitgliedern lebt heute nur noch Karl Ruß. Der 90Jährige ist nicht nur Ehrenmitglied des Obst- und Gartenbauvereins, sondern auch Holzheims ältester Mitbürger.

„ChefObst- und Gartenbauer“, sprich Vorsitzender des Vereins, ist derzeit Markus Müller. Ihm zur Seite stehen Tina Weber als zweite Vorsitzende, Hermann Wermuth (erster Kassierer), KarlAugust Meyer (zweiter Kassierer), Hans Waldforst (erster Schriftführer), Udo Bühler (zweiter Schriftführer) sowie die Beisitzer Rosie Meyer, Klaus Backhausen und Wolfgang Weiss.

Insgesamt 25 selbstgepflanzte Obstbäume schmücken den hübschen Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Holzheim.
Insgesamt 25 selbstgepflanzte Obstbäume schmücken den hübschen Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Holzheim.


Der ganze Stolz des Obst- und Gartenbauvereins ist der eigene Lehrgarten. „1993 wurde er von der Gemeinde gekauft und dem Verein kostenlos überlassen“, berichtet Vorstandsmitglied Hans Waldfort bei „RLZ vor Ort“. 25 Bäume wurden anschließend gepflanzt. „Alles Obstbäume, die durch Baumpartenschaften finanziert wurden“, so die zweite Vorsitzende Tina Weber.

Ein besonders erfreuliches Ereignis konnten die Holzheimer Obst- und Gartenbauer im Jahr 2001 feiern: Der Lehrgarten bekam eine Wasser- und Stromversorgung, die die Mitglieder komplett in Eigenregie installierten. „Bis dahin mussten wir das Wasser immer vom Friedhof holen“, blickt Hans Waldforst an die schwierigen Anfänge zurück. 2002 wurde der Lehrgarten überdies durch einen überdachten Freisitz bereichert.

Die Aktivitäten des Vereins sind vielfältig und spielen sich nicht ausschließlich im eigenen Lehrgarten ab. Neben den Baumschnittkursen im Frühjahr sowie dem Blütenfest Anfang Mai, füllen auch die Osterwanderung, Bastelabende, Steckkurse und Tagesausflüge zu Gartenschauen und anderen interessanten Zielen den umfangreichen Veranstaltungskalender.

Überdies wird der Obst- und Gartenbauverein auch immer wieder am Dorfgeschehen mit und unterstützt diverse Aktivitäten, wie den Almabtrieb oder den Umwelttag. Für die Betreuung der gemeindeeigenen Obstbäume zeichnen die engagierten Vereinsmitglieder ebenfalls verantwortlich.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 22. September 2004, Seite 20

Das „Zentrum des Wissens“ hält jede Menge Medien bereit

Holzheimer Gemeindebücherei: Von der Waldexkursion bis zur CD-Rom

Von 1952 bis zur Schließung der Schule 1970 war die beliebte Ausleihstelle für Wissensdurstige eine ganz normale Schulbücherei. Von 1973 bis 1978 konnte man sich Bücher über den Ortsbürgermeister ausleihen. 1982 wurde ein fachlich fundierter Neuanfang mit knapp 800 Büchern gestartet, von denen ein Großteil schon früher angeschafft wurde.

Heute verfügt die Bücherei über einen stattlichen Bestand: 6850 aufgelistete Medien stehen für die „Kunden“ – es sind über 600 eingetragene Leser aus 29 verschiedenen Ortschaften – bereit. Davon entfallen auf den Kinder- und Jugendbuchbereich 3135 Exemplare. 1845 Romane, 1225 Sachbücher für Jugendliche und Erwachsene, 100 CD-Roms, 150 Kassetten, 50 Hörbücher und CDs und 20 Spiele stehen zur Ausleihe bereit. „Es gibt ganze Familien, die sich hier kulturell bedienen“, so Gudrun Waldforst. Das bedeutet, dass ständig mehr als 1000 Medien entliehen sind.

Gudrun Waldforst (rechts) berichtete vom umfangreichen Angebot der Gemeindebücherei.
Gudrun Waldforst (rechts) berichtete vom umfangreichen Angebot der Gemeindebücherei.


Attraktive Aktionen beleben das kleine Kulturzentrum der Gemeinde. Es gibt Kindergarten- und Klassenführungen. Man kann über konzentrierte Leseaufgaben mit inhaltlich populären Personen als Schüler der 3. und 4. Klasse einen Bibliotheksführerschein (BIB) bekommen. Es werden Schultüten mit Gutscheinen für Leseanfänger angeboten und es werden ständig wechselnde Buchausstellungen zu unterschiedlichen und aktuellen Themen begonnen.

Zurzeit sind die folgenden Gebiete präsent: „Europa entdecken für Kinder“, „Mord auf italienisch“, „Einfach nur gut leben“, eine „Lesespaßkiste“ für die 1. und 2. Klasse und das fachbezogene iTüpfelchen- Feuerwehrbücher für Kinder. Die ausgestellten Themen werden vorher besprochen und durch Leihgaben von befreundeten Bibliotheken ergänzt.

An jedem ersten Donnerstag im Monat gibt es in Holzheim für Kinder ab drei Jahren Betrachtungen von Bilderbüchern. So werden schon die Kleinsten an gutes Buchmaterial herangeführt und wissen schon sehr früh, wer Ali Mitgutsch, Astrid Lindgren oder Otfried Preußler sind. Auch das Kennenlernen der Freiwilligen Feuerwehr Holzheim oder die Exkursion in den Wald mit Revierförster Betz bleiben den Kindern in guter Erinnerung. Großen Erfolg hatte auch die Bilderausstellung der Jugendgruppe des Naturschutzbundes.

Vergangenes Jahr wurden die Höhepunkte einer Detektivnacht und Gruselstunden im Rathaus mit einem lebenden Gespenst gestaltet. Weihnachtliche Vorlese- und Bastelstunden sind in jedem Jahr der Renner. Gudrun Waldforst mit ihren acht Helfern hat für dieses Jahr im Rahmen der Bibliothekstage Rheinland- Pfalz am 30. September um 15 Uhr in der Burg Ardeck für Kinder ab vier Jahren ein besonderes Thema ausgearbeitet: Es werden Sagen um die Burg Ardeck erzählt.

Die Geschichte von Meister Seipel, der nach reichlichem Weingenuss in eine merkwürdige Feier einer unheimlichen Gesellschaft geraten war und sich auf unerklärliche Art aus kalten Geisterhänden befreien konnte…

Die Bücherei ist geöffnet: dienstags von 15 Uhr bis 17 Uhr, donnerstags von 15 Uhr bis 19 Uhr – in den Ferienwochen hat die Bücherei nur donnerstags auf.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 22. September 2004, Seite 20