Zahlreiche Holzheimer Motive in einem Kalender verewigt

Die Künstlerin Marianne Lahmer ist in ihrer Wahlheimat voll integriert

„Kunst ist Finden ohne zu Suchen…“ lautet der Leitgedanke von Marianne Lahmer für all ihre vielseitigen Objekte, die sie geschaffen hat und auch in Zukunft noch gestalten will. Seit 22 Jahren bereits ist Marianne Lahmer mit ihrer Familie in Holzheim ansässig. Nicht nur anwesend – sondern aktiv im Gemeindeleben integriert.

Durch ihr berufliches Engagement sind Lahmers bekannt. Dennoch ist „MaLa“ – Marianne Lahmer – für die Holzheimer in erster Linie einfach „die Malerin“.

Marianne Lahmer hat bereits viele Holzheimer Motive gemalt. Bei
Marianne Lahmer hat bereits viele Holzheimer Motive gemalt. Bei „RLZ vor Ort“ präsentierte sie den Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins.


„MaLa“, 1952 in Bensberg bei Köln geboren, Fachabitur und pädagogische Ausbildung, belegte für ihre künstlerische Ausbildung mehrere Seminare bei Kunstdozentin Birgit Lord. Seit 1993 war sie Mitglied der Künstlergruppe „Art & Colour“, „die inzwischen aber leider nicht mehr besteht“, so die WahlHolzheimerin.

Seit 2002 hat sie sich dem Künstlerverein „Lahn Artists“ angeschlossen. Ihre erste Einzelausstellung präsentierte sie in der Holzheimer Bücherei im Rathaus, und zur 1225JahrFeier von Holzheim entwarf sie einen Aquarellkalender mit heimischen Motiven. Ob es die Ardeck, das Rathaus, ein wunderschönes Bauernhaus, oder die etwas nüchtern wirkende Ardeckhalle mit Kirmesbaum, die sommerliche Impression, oder das winterliche Dorf ist – man spürt die Liebe zum Detail und die Sympathie für die Wahlheimat. Die Gestaltungsvielfalt ihrer Werke beweist Marianne Lahmer täglich neu. Für die viel beachtete Ausstellung „Alles Blech“ in der AmthofGalerie in Bad Camberg zum Beispiel entwickelte sie ein anspruchvolles Triptychon.

Neue Arbeiten bestimmen zurzeit ihren Tagesablauf. Großformatige Malereien mit floralen Motiven in Acryl, abstrakte Aquarelle und Tuschezeichnungen runden ihr künstlerisches Spektrum ab. Außerdem sind noch Skulpturen im Entstehen.

In Einzel- und Gruppenausstellungen und auch zu Hause in ihrem „Atelier MaLa“, Schöne Aussicht 14, in Holzheim kann man ihre Kunst bewundern. Die Vielseitigkeit und Ausdruckskraft in ihren Arbeiten sind gut durchdachte und ausgeführte Kunstobjekte mit anspruchsvollem Denken. Man darf auf die folgenden Werke der sympathischen Künstlerin aus Holzheim gespannt sein.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 17. September 2004, Seite 20

Sie sind die „guten Engel“ der Gemeinde

Seit zwei Jahren bereits sorgen einige Frauen für ein schöneres Holzheim und sparen dadurch Kosten

Man könnte sie auch die „guten Engel“ aus Holzheim nennen:

zirka elf Frauen sorgen nämlich für Ordnung und Sauberkeit in der Gemeinde. Ob Beete gießen oder Unkraut rupfen – die Frauen sind mit Herz und Seele bei der ehrenamtlichen Arbeit dabei. „Unser ehemaliger Bürgermeister suchte Helfer für eine Reinigungsaktion und machte einen Rundruf. Daraufhin erklärten wir uns bereit, dass wir die gemeinnützige Arbeit ab diesem Zeitpunkt übernehmen“, so eine der Helferinnen.

Die fleißigen Frauen sorgen mit ihren Pflanz- und Pflegearbeiten für ein schöneres Ortsbild und sparen der Gemeinde Kosten.
Die fleißigen Frauen sorgen mit ihren Pflanz- und Pflegearbeiten für ein schöneres Ortsbild und sparen der Gemeinde Kosten.


Seitdem pflanzen die Frauen auch immer schöne Blumen in die Beete und pflegen diese. „So machen wir unseren Ort nicht nur schöner, die Gemeinde spart dank uns auch viele Geld“, schmunzeln die Frauen, die für ihr Engagement keinen Cent verlangen. „Es macht uns einfach Spaß, etwas für die Gemeinde zu tun“, so die ehrenamtlichen GemeindeHelferinnen.

Die Frauen arbeiten immer in kleinen Gruppen von drei bis vier Personen und wechseln sich mit der Arbeit die anfällt ab. So wird unter anderem die Leichenhalle und auch die Kapelle geputzt, aber auch der Friedhof gereinigt. Diese Arbeiten verrichten die Helferinnen nun bereits schon seit zwei Jahren. „Wir haben immer sehr viel Spaß bei der Arbeit“, erzählt eine der Frauen, „aber manchmal ist es auch ganz schön anstrengend.

„Wir müssen derzeit noch das Wasser für die Beete am Ortseingang aus der Aar holen. Das ist wie in früheren Zeiten“, nehmen die „BeeteFrauen“ die Anstrengung mit einem Lächeln in Kauf. Für diese Umstände hat Bürgermeister Werner Dittmar aber schon bald Abhilfe versprochen: In naher Zukunft soll ein Fass in der Nähe der Beeten aufgestellt werden, damit die „guten Engel“ der Gemeinde bei ihrer Arbeit entlastet werden.

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 17. September 2004, Seite 20

Eine Heimat gefunden

„Holzheim“ schmückt künftig das Gebäude der 3. Kompanie im Ausbildungs- und Versorgungszentrum 463 in der FreiherrvomSteinKaserne in Diez – Ein Verbund mit Tradition

Ortsschild soll Patenschaft dokumentieren

Das Wappen auf dem großen Stein vereinigt die Symbole der Kompanie sowie der Ortsgemeinde Holzappel.
Das Wappen auf dem großen Stein vereinigt die Symbole der Kompanie sowie der Ortsgemeinde Holzappel.


Im Juni besiegelten Holzheim und die 3. Kompanie im Ausbildungs- und Versorgungszentrum 463 ihre Patenschaft mit der Unterzeichnung einer Urkunde. Seit gestern nun dokumentiert zusätzlich ein großes Schild die Verbundenheit der Ortsgemeinde mit der Bundeswehreinheit. In der FreiherrvomSteinKaserne übergaben Bürgermeister Werner Dittmar und sein Vorgänger Helmut Weimar den Soldaten ein überdimensionales Ortsschild von Holzheim.

DIEZ/HOLZHEIM. Zwei Ortsschilder begrüßen die Besucher in Holzheim – eines aus Richtung Limburg kommend, das andere an der B 54. Jetzt ist ein drittes hinzugekommen. In Diez. Genauer gesagt: am Gebäude der 3. Kompanie im Ausbildungs- und Versorgungszentrum 463 in der FreiherrvomSteinKaserne. Das überdimensionale Ortsschild – natürlich mit schwarzer Schrift auf gelbem Grund – soll die Patenschaft zwischen der Bundeswehreinheit und der Ortsgemeinde sichtbar dokumentieren. Holzheims Bürgermeister Werner Dittmar, dessen Vorgänger Helmut Weimar sowie der Beigeordnete Gerhard Ohl übergaben das Schild gestern im Rahmen einer kleinen Feierstunde an Hauptmann Michael Rödiger und Kommandeur Oberst Joachim Unruh.

Das Ortsschild wird am Gebäude der 3. Kompanie angebracht und soll die Patenschaft mit Holzheim dokumentieren. Gestern gab es die Übergabe: (von links) Spies Horst Weinert, Oberst Joachim Unruh, Bürgermeister Werner Dittmar, Hauptmann Michael Rödiger, Helmut Weimar und Gerhard Ohl.  Fotos: Pöritzsch
Das Ortsschild wird am Gebäude der 3. Kompanie angebracht und soll die Patenschaft mit Holzheim dokumentieren. Gestern gab es die Übergabe: (von links) Spies Horst Weinert, Oberst Joachim Unruh, Bürgermeister Werner Dittmar, Hauptmann Michael Rödiger, Helmut Weimar und Gerhard Ohl. Fotos: Pöritzsch


Bereits im Juni hatten die Kompanie und die Ortsgemeinde ihre Patenschaft mit der Unterzeichnung einer Urkunde offiziell besiegelt. „Holzheim war der Bundeswehr schon immer sehr verbunden“, blickt „Altbürgermeister“ Helmut Weimar zurück. „Sie waren auch immer da, wenn man sie gebraucht hat“, lobte der ehemalige Holzheimer Ortschef die Soldaten für ihr Engagement bei zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen. Die Verbundenheit Holzheims mit der Bundeswehr in Diez beruhe auf einer langen Tradition, so Weimar. Im Januar 1996 unterzeichneten er und der Kommandeur der 3. Kompanie des damals in Diez stationierten Transportbataillon 370 bereits eine Patenschaft. Durch die Auflösung des Bataillons wurde die Patenschaft im März vergangenen Jahres beendet.

„Altbürgermeister“ Helmut Weimar (links) berichtete den angetretenen Soldaten von der Entstehung und den Anfängen der Patenschaft zwischen Holzheim und der Bundeswehr.


Mit dem Aufbau des Logistikregiments 42 in Diez, dem das Ausbildungs- und Versorgungszentrum 463 unterstellt ist, wurden gleichzeitig wieder partnerschaftliche Beziehungen mit den Gemeinden aus dem Diezer Umland angestrebt. „Der Grundgedanke der Patenschaften ist es, die Bundeswehr mehr in die Region zu integrieren“, so Kommandeur Joachim Unruh. „Deshalb war es auch für die 3. Kompanie selbstverständlich, in die Fußstapfen des Transportbataillons zu treten und die Patenschaft mit Holzheim einzugehen.“ Dies unterstrich auch KompanieChef Michael Rödiger und freute sich darüber, dass die Patenschaft nun auch in Form des Ortsschildes für jeden in der Kaserne sichtbar dokumentiert werde. Zwar sei dies in Form des großen Kompaniesteins mit dem gemeinsam Wappen bereits geschehen, das Schild aber werte den Zusammenhalt zusätzlich auf, erklärte Hauptmann Rödiger. „Man sagt immer, Soldaten suchen eine Heimat“, so Oberst Unruh abschließend, „die 3. Kompanie 463 hat diese mit Holzheim gefunden.“

Holger Pöritzsch
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 15. September 2004, Seite 19